Schmerzen unterer Rücken seitlich: Ein Schmerz – 3 Ursachen

Schmerzen unterer Rücken seitlich

Woher kommen nur deine Schmerzen seitlich im unteren Rücken ?

Was ist die Ursache, was verbirgt sich dahinter ?  Und vor allem:

Wie wirst du sie los ?

Seitliche Schmerzen im unteren Rücken können mehrere Gründe haben:

  • Organische Ursachen (z.B. Nierenschmerzen)
  • muskuläre Ursachen (z.B. Rückenstrecker)
  • oder strukturelle Ursachen (z.B. Bandscheibe) sind denkbar.

Lass uns das in diesem Artikel einmal näher untersuchen ...

Rückenschmerzen sind ja meistens relativ harmlos - sie kommen und gehen. Meist sind muskuläre Verspannungen daran schuld. Und wenn du diese wieder lösen kannst, sind auch die Schmerzen verschwunden.

Doch gerade Schmerzen unterer Rücken seitlich können durchaus auch auf andere Ursachen hindeuten. Aber keine Panik, lass uns mal schauen.

Disclaimer: Bitte bedenke, dass ich kein Arzt bin, sondern Sportwissenschaftler. Deshalb kann ich auch keinerlei Haftung oder Erfolgsgarantie übernehmen und empfehle dir immer, einen Arzt zu konsultieren.

1. Schmerzen im unteren Rücken seitlich durch muskuläre Dysbalancen

Der häufigste Grund für Schmerzen im Rücken sind verspannte, verkürzte und zu schwache Muskeln.[1][2[3]

Klar, jeder kann seine Muskulatur einmal überfordern oder falsch belasten und leidet dann für ein paar Tage unter Verspannungen. Kein Problem ...

Doch über- oder unterfordert man seine Muskulatur dauerhaft, entstehen permanente Dysbalancen, die über einen längeren Zeitraum ernsthafte Schäden am Muskel-Skelett-System anrichten können.[4]

1.1  Fehlhaltungen und einseitige Belastungen

Die wahrscheinlichste Ursache für einseitige Schmerzen im unteren Rücken sind einseitige Belastungen, Fehlhaltungen oder Haltungsschäden. Du belastest deine Wirbelsäule ganz einfach schief und ungleichmäßig.

Überprüfe doch einmal, ob du deine Handtasche oder den Rucksack immer nur über einer Schulter trägst. Oder ob du dich beim Arbeiten zur einen Seite öfter neigst oder drehst als zur anderen. Oder ob du beim Sport ein Bein mehr belastest als das andere ...

Schmerzen unterer Rücken seitlich durch einseitige Belastung

Natürlich belastest du mit diesen Verhaltensweisen deine Muskulatur unterschiedlich stark.

Und da Muskeln sich immer anpassen, sind sie mit der Zeit auch unterschiedlich ausgeprägt.

Der Muskel der bevorzugten Seite ist sehr wahrscheinlich stärker und auch etwas kürzer, während der auf der anderen Seite schwächer ist.

Das nennt man dann eine muskuläre Dysbalance. 

Und dieses bildschöne Ungleichgewicht zieht weitere Auswirkungen auf andere Muskeln, auf das umliegende Fasziengewebe und auf Gelenke und Wirbel nach sich: Es entstehen Schmerzen.[5][6]

Zum Beispiel Schmerzen unterer Rücken seitlich - aber auch solche Krankheitsbilder wie beim ISG-Syndrom oder der Ischialgie. Diese sind ja ebenfalls durch Schmerzen im seitlichen unteren Rücken gekennzeichnet. Zusätzlich ziehen sie noch bis ins Becken und können sogar noch bis ins Bein ausstrahlen.

Übrigens gehören ein Beckenschiefstand oder eine Beinlängendifferenz ebenfalls in die Kategorie "Schmerzen unterer Rücken seitlich durch muskuläre Dysbalancen".

1.2  Das kannst du tun

Natürlich solltest du immer erst einmal zum Arzt gehen, auch wenn er gerade bei dieser häufigsten Ursache für Kreuzschmerzen, nur wenige Mittel hat.

Also einige Mittelchen hat er schon: Schmerztabletten, Spritzen und Co. Doch das ist keine langfristige Lösung. Besser ist dann schon eine Physiotherapie, die er dir verschreiben kann.

Aber das Wichtigste ist - der Arzt kann Schlimmeres ausschließen (s. Punkt 2 und 3). Hoffentlich ...

Und dann kannst du folgendes tun:

A)  Achte auf eine ausgewogene Belastung

Vermeide also Unausgewogenheiten wie einseitige Belastungen oder die immer gleiche Körperhaltung:

  • Achte auf eine gerade Haltung, trage deine Taschen immer beidseitig oder wechsle die Seite. Wenn du dich 10-mal nach links gedreht hast, drehe dich auch 10-mal nach rechts ...
  • Richte deinen Arbeitsplatz ergonomisch ein, so dass du dir dort keine Verspannungen holst - schließlich verbringst du dort mehr als 8 Stunden pro Tag.
  • Benutze beim Sport auch mal das andere Bein oder spiele z.B. Tennis mal mit links, wenn du Rechtshänder bist. Das bringt Spaß und verbessert gleichzeitig deine koordinativen Fähigkeiten.

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B)  Absolviere ausgleichende Übungen

Nun ist das Schöne an unseren Muskeln, dass sie sich an Belastung relativ schnell anpassen. Dadurch sind sie recht einfach formbar - und man bekommt die Dysbalancen und damit letztendlich auch die seitlichen Schmerzen im unteren Rücken wieder in den Griff.

Das Prinzip heißt: Zu kurze Muskel dehnen; zu schwache Muskeln kräftigen.

Wir biegen dich mit den Rückenübungen also wieder hin ...

Grundsätzlich widmest du dich vorrangig immer deiner schlechteren Seite. Also die, die mehr schmerzt oder bei der du schlechter bist. Aber auch die andere Seite solltest du nicht völlig vernachlässigen. Trainiere also immer beide Seiten - doch die Priorität liegt klar auf der schwächeren Seite.

Dehnung des Hüftbeugers (Musculus iliopsoas)

Der Iliopsoas ist ein Muskel, der deine Lendenwirbelsäule mit den Beinen verbindet. Bei vermehrter Benutzung eines Beines oder auch durch langes Sitzen kann er sich verkürzen. Tut er das auf einer Seite mehr als auf der anderen, ergibt das höchst-wahrscheinlich eher seitliche statt mittiger Schmerzen im unteren Rücken.

Iliopsoas dehnen bei seitlichen unteren Rückenschmerzen
  • Geh in den Vierfüßerstand.
  • Bring deinen linken Fuß neben deine linke Hand.
  • Schiebe dein rechtes Knie noch weiter nach hinten.
  • Eventuell merkst du jetzt schon eine Dehnung in der Leiste.
  • Wenn nicht, drücke dein Becken nach vorn-unten.

Je mehr du deinen Oberkörper aufrichtest, desto intensiver wird die Übung. Du kannst also auch mit dem Oberkörper hochkommen, deine Hände auf dein linkes Knie legen und dich dort abstützen und etwas abdrücken.

Wichtig dabei:  Das Becken vorschieben und KEIN Hohlkreuz machen !

Und vergiss das Atmen nicht ...

Halte die Dehnung für mindestens 30 Sekunden und wechsle dann die Seite.

Dehnung des Quadratus lumborum

Der Quadratus lumborum zieht beidseitig von deinen untersten Rippen zum Becken. Er befindet sich also seitlich neben der Wirbelsäule am unteren Rücken und neigt deinen Oberkörper zur Seite.

Oft ist er einseitig verkürzt und macht dann seitliche untere Rückenschmerzen, die häufig mit Nierenschmerzen verwechselt werden.

  • Stell dich in einen ungefähr schulterbreiten Stand.
  • Nimm den rechten Arm über deinen Kopf.
  • Dann beuge dich nach links.
  • Du solltest ein leichtes Ziehen in deiner rechten Flanke spüren.
  • Als "Zughilfe" kannst du mit deiner linken Hand die rechte fassen und etwas ziehen. So verstärkst du die Dehnung noch etwas.
  • Konzentriere dich dabei aber vor allem auf den Bereich zwischen Rippen und Becken.
Dehnübung gegen seitliche untere Rückenschmerzen

Als kleine Variation kannst du dich bei der Übung noch ein wenig vorbeugen und kommst dadurch eventuell noch besser an deinen Quadratus lumborum heran.

Auch hier bleibst du für mindestens 30 Sekunden in der Dehnung und atmest tief und ruhig. Dann wechselst du die Seite.

C)  Nutze ein Hilfsmittel

Den Quadratus lumborum kannst du auch gut mit einer Selbstmassage entspannen und schmerzhafte Triggerpunkte auflösen. Das macht sich am besten mit einem Massagehaken, auch Triggerpunkt-Massagegerät genannt.

Selbstmassage mit Massagehaken bei unteren Rückenschmerzen

Mit dem passenden Massagekopf suchst du im Bereich zwischen Becken und unterster Rippe direkt neben deiner Wirbelsäule nach schmerzenden Punkten. Hast du einen Triggerpunkt gefunden, drückst du ihn so, dass du zwar kurz vor deiner Schmerzgrenze bist, aber noch atmen und entspannen kannst.

Halte den Druck für einige Sekunden bis hin zu 2 Minuten.

Natürlich kannst du den Massagehaken* auch für Triggerpunkte an anderen Körper-teilen benutzen, z.B. bei Schulter- oder Nackenschmerzen.[7]

2. Seitliche untere Rückenschmerzen durch strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule

Deine Schmerzen seitlich im unteren Rücken können natürlich auch durch krankhafte Veränderungen an den Strukturen der Wirbelsäule verursacht werden. Das sind dann Sachen wie z.B. ein Bandscheibenvorfall, eine Spinalkanalstenose, eine Spondylose oder ein Facettensyndrom.

Diese Rückenkrankheiten werden oft auch als degenerative Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule oder spezifische Rückenschmerzen bezeichnet. Sie sind meist die Folge der muskulären Dysbalancen. Das heißt sie entstehen erst dann, wenn du deine muskulären Ungleichgewichte jahrelang mit dir rumschleppst. 

Doch die gute Nachricht ist: Solche Schäden sind oft noch rückgängig zu machen oder wenigstens aufzuhalten. Natürlich je nachdem wie lange sie schon bestehen oder wie weit sie fortgeschritten sind.[8]

2.1  Spezifische Ursachen erkennen

Je nachdem auf welcher Seite diese spezifischen Ursachen, also die Strukturschäden auftreten, können die Schmerzen eben mehr auf einer Seite ausgeprägt sein.

Sind beispielsweise die Wirbelgelenke (Facettensyndrom) auf einer Seite mehr verschlissen als auf der anderen, dann resultieren daraus einseitige Beschwerden.

Auch ein Bandscheibenvorfall kann natürlich seitlich austreten. In den meisten Fällen sogar flutscht der Gallertkern schräg nach hinten heraus, also mehr zu einer Seite. Und sehr wahrscheinlich sind die Auswirkungen dann: Schmerzen im unteren Rücken seitlich.

Solche strukturellen Veränderungen kann der Arzt übrigens gut erkennen: Mit seinen technischen, bildgebenden Verfahren wie MRT, CT, Röntgen etc.

Selbstverständlich ist ein Bandscheibenvorfall nicht mehr völlig rückgängig zu machen. Doch seine schmerzhaften Auswirkungen dagegen schon ...

2.2  Das kannst du tun

Natürlich kann die genaue Diagnose nur der Arzt stellen. Du gehst also hin und lässt dich durchchecken. Findet der Arzt nichts, gehst du zu einem weiteren oder: Siehe Punkt 1 bzw. 3.

Und je nach Diagnose hörst du natürlich auf deinen Arzt. Aber nicht nur. Vor allem lass dich nicht vorschnell zu einer OP überreden. Ergänzend kannst du nämlich selbst viel tun - ja, du musst es sogar.

Denn es ist dein Körper, deine Gesundheit, dein Leben !

Und das liegt ja wohl in deinem ganz besonderen Interesse - der Arzt hat eventuell noch ein paar andere ...

Was heißt das konkret ?

Nun, du arbeitest mit deinem Arzt zusammen. Stellst ihm Fragen nach den Ursachen, welche Therapien und Handlungsmöglichkeiten es gibt und lässt dich an weitere Fachleute verweisen, immer mit dem Hintergedanken selbst aktiv zu werden. Zum Beispiel kannst du zur Physiotherapie gehen, dir eine Kur verschreiben lassen etc. und danach setzt du das Gelernte zuhause fort.

Frage deinen Arzt auch, bevor du mit einer der von mir vorgeschlagenen Maßnahmen anfängst. Wir wollen schließlich nichts verschlimmern.

Ansonsten tust du im Prinzip genau dasselbe wie in Punkt 1. Nur vorsichtiger und zielgerichteter, mehr auf deine Diagnose angepasst (die ich natürlich nicht kenne). Zusätzlich zu den Dehnübungen solltest du noch Mobilisationsübungen absolvieren und auch die Kräftigung nicht vernachlässigen.

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A)  Beginne mit Mobilisations-Übungen

Fange mit leichten Übungen an, damit du deine geschädigten Strukturen nicht gleich überforderst. Auch deine Muskeln, Faszien und Sehnen müssen erst langsam wieder an adäquate Belastungen gewöhnt werden. Dazu eignen sich Mobilisations-Übungen sehr gut.

Wirbel für Wirbel abrollen

Eine gute Übung, um die Wirbelsäule auf ihrer gesamten Länge zu mobilisieren, ist das Abrollen Wirbel für Wirbel. Sie dehnt auch ein wenig deinen Rückenstrecker und die Beinbeuger.

  • Du stellst dich wieder etwa schulterbreit hin.
  • Dann lässt du einen Kopf langsam und entspannt sinken.
  • Der Kopf zieht nacheinander alle Wirbel mit hinunter: Die Halswirbel, die Brustwirbel und die Lendenwirbel.
  • Dabei kann ruhig auch ein leichtes Ziehen im Bereich der Wirbelsäule zu spüren sein.
  • Du lässt deinen Oberkörper soweit nach unten hängen, wie es geht. Dadurch erreichst du auch noch eine Dehnung der Beinbeuger - zu spüren v.a. in den Kniekehlen. Ist dir die Dehnung dort zu stark, beugst du die Knie etwas. Was übrigens die Wirkung auf den unteren Rücken sogar noch verstärkt ...
  • Um mehr den seitlichen unteren Rücken zu erreichen, kannst du dich bei der Übung auch noch leicht nach links oder rechts drehen und beugen.
  • Das Aufrollen geschieht dann natürlich genau umgekehrt ...

B)  Bau deine Rumpfmuskulatur mit Kräftigungsübungen auf

Natürlich sollte deine Muskulatur auch in der Lage sein, etwas Kraft aufzubringen. Das bringt Stabilität in die Körperstatik. Oftmals ist bei mit Rückenschmerzen verbundenen Dysbalancen die Bauchmuskulatur abgeschwächt.[9] Zeit also, diese ein wenig auf Vordermann zu bringen

Das Pendel

Das Pendel eignet sich so gut bei Schmerzen unterer Rücken seitlich, weil es eine sehr schöne Mischung aus Mobilisations- und Kräftigungsübung ist. Diese Übung kräftigt die gerade und die seitliche Bauchmuskulatur und verwringt die Wirbelsäule.

Bauchübung bei seitlichen unteren Rückenschmerzen
Bauch trainieren bei Schmerzen im unteren Rücken seitlich
  • Leg dich auf den Rücken und stelle deine Beine auf.
  • Breite dann deine Arme seitlich aus.
  • Nun hebst du die Beine rechtwinklig an (also Oberschenkel senkrecht, Unterschenkel waagerecht).
  • Langsam und kontrolliert lässt du deine geschlossenen Knie nach links sinken. Soweit wie es dir grad noch angenehm ist oder bis du FAST den Boden erreichst.
  • Dann hebst du deine Knie mit der Kraft deiner seitlichen Bauchmuskeln wieder hoch.
  • und zur anderen Seite ...

Achte bei dieser mobilisierenden und kräftigenden Bauch- und Rückenübung darauf, dass du nicht im Hohlkreuz bist.

Außerdem ist es wichtig, die Knie wirklich geschlossen zu lassen.

Wenn du den Ablauf beherrschst, kannst du deinen Kopf auch noch entgegengesetzt mitdrehen - das verstärkt die mobilisierende Wirkung.

C)  Lass dich von einem Hilfsmittel unterstützen

Natürlich ersetzt ein Hilfsmittel das Muskeltraining nicht. Aber es unterstützt deinen Regenerationsprozess. Und weil vielen Menschen ein regelmäßiges Rückentraining nicht so leicht fällt, hilft es bei diesem Prozess. Deswegen ist es ja auch "nur" ein Hilfsmittel ...

Die Inversionsbank

Als Hilfsmittel bei Rückenschmerzen durch degenerative Verschleißerscheinungen empfehle ich dir ganz besonders die Inversionsbank. Denn dieses Trainingsgerät zieht deine Wirbelsäule sanft auseinander und verschafft deinen gequetschten und verschlissenen Strukturen wieder mehr Platz.

Das bringt deren Stoffwechsel wieder in Gang und kann eine Regeneration von Bandscheiben und Wirbelgelenken bewirken.[8][10]

Ein Massagegerät für den Rücken

Ein Rückenmassagegerät kann dir insofern helfen, als dass es deine verspannte Muskulatur auflockert und verklebte Faszien wieder löst.

Und natürlich - es spart jede Menge Geld, denn die meisten Massagegeräte für den Rücken kosten nicht mehr als eine einzige Stunde beim Masseur.

Mit einem solchen Massagegurt* kannst du jede Stelle deines unteren Rückens sehr gut erreichen und durchmassieren lassen.

Geht auch für alle anderen Körperteile wie z.B. den Nacken oder die Beine.

Und so eine Massageauflage* legst du auf einfach deinen Sessel, machst es dir darauf bequem und genießt die Shiatsu-Rückenmassage.

Mit höhenverstellbarer Nacken-

und Vibrationsmassage für das Becken.

3. Rückenschmerzen seitlich unten durch innere Organe

Bei Schmerzen unterer Rücken seitlich ist immer auch eine organische Ursache denkbar. Denke nur an deine Nieren - die eine liegt links, die andere rechts neben der Wirbelsäule.

Wenn eine von ihnen muckert, tut es natürlich auf dieser Seite weh ...

3.1  Saniere deine inneren Organe

Zwar ist es viel wahrscheinlicher, dass muskuläre Verspannungen deine Rückenbe-schwerden auslösen. Doch du solltest auch an deine Bauchorgane denken, wenn du Schmerzen im unteren Rücken seitlich hast.[11]

Vor allem, wenn deine Rückenprobleme völlig unabhängig von deinen Bewegungen auftreten, kann das auf ein erkranktes Organ hindeuten. Doch auch kranke Organe kann man bis zu einem gewissen Punkt wieder sanieren.

Welche Organe können Schmerzen seitlich der LWS (Lendenwirbelsäule) auslösen?

Nun an erste Stelle sind wohl die Nieren zu nennen. Denkbar sind da eine Nieren-beckenentzündung oder Nierensteine. Nierenschmerzen sind in der Regel nicht bewegungsabhängig und treten meist phasenweise oder krampfartig auf.

Dann befinden sich noch Dick- und Dünndarm im Unterbauch. Insbesondere der Dickdarm gleicht heute bei vielen Menschen einer Müllkippe - er ist durch die verbreitete Überernährung heillos überfordert. Er kann den ganzen Müll gar nicht so schnell hinausbefördern wie er hereinkommt.

Als Folge ist er erweitert und erschlafft. Es bilden sich Aussackungen, Divertikel, Verstopfungen, Kotsteine, Entzündungen ...

So etwas kann einem schon mal Schmerzen bereiten.

Nun können diese nicht immer so ganz genau lokalisiert und zugeordnet und deshalb durchaus auch mit seitlichen Kreuzschmerzen verwechselt werden. Was sie ja auch sind - nur haben sie eben nichts mit der Wirbelsäule zu tun ...

untere Rückenschmerzen durch innere Organe

Weiterhin befinden sich im Unterbauch auch noch die Harnblase und die inneren Geschlechtsorgane wie z.B. die Prostata beim Mann oder die Gebärmutter bei der Frau.

Ganz dezent möchte ich auch die Möglichkeit einer noch nicht erkannten Frühschwangerschaft anklingen lassen ...

Sehr selten sind auch Tumore an der Wirbelsäule oder den inneren Organen für seitliche untere Rückenschmerzen verantwortlich. 

Prinzipiell will ich damit sagen, dass alles, was sich im Bauchraum breit und den Bauch dick macht, Rückenprobleme verursachen kann. Das hat damit zu tun, dass ein erhöhtes Volumen des Bauchraumes einen verstärkten Druck nach außen ausübt und zwar - auf die Rumpfmuskulatur.

Außerdem sind Organe und Muskeln durch die Faszien miteinander verbunden und wirken so aufeinander ein. Wenn man nur an den Iliopsoas denkt - der zieht mitten durch den Bauchraum und hat direkten Kontakt mit den Organen.

3.2  Das kannst du tun

Bei Schmerzen im seitlichen unteren Rücken lässt du am besten auch mal deine Bauchorgane mal durchchecken. Wird der Arzt auch hier nicht fündig, sei froh. Denn dann trifft bei dir vermutlich Punkt 1 zu.

Aber gut, ich gebe zu: Wir entfernen uns hier von meiner Kernkompetenz ...

Innere Organe - das ist ein Punkt, an dem du auf jeden Fall einen Arzt brauchst. Deshalb höre hier auf deinen Arzt. Aber nicht nur - es gibt auch andere Spezialisten. Ideal wäre natürlich eine interdiszipinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fach-leute oder auch eine multimodale Behandlung.

A)  Hol dir eine Zweit- und Drittmeinung

Kein Mensch ist perfekt und weiß alles, auch dein Arzt nicht. Hole dir also gegebenenfalls noch eine Zweit- oder sogar eine Drittmeinung. Und informiere dich immer auch selbst und denke mit - es geht um DEIN Leben.

B)  Suche Alternativmediziner auf

Nun gibt es ja auch immer eine Alternative zur Schulmedizin oder sagen wir besser: Ergänzung.

In vielen Fällen erzielen auch Alternativmediziner gute Erfolge. So gibt es z.B. Heilpraktiker, TCM-Terapeuten oder auch Osteopathen, die du zu Rate ziehen kannst. Oftmals haben diese eine ganz andere Sichtweise als die Schulmedizin, was dir vielleicht zu völlig neuen Erkenntnissen verhilft.

Beispielsweise ging ein guter Freund von mir regelmäßig zur Fußreflexzonen-massage. Eines Tages meinte die Therapeutin zu ihm, dass irgendetwas im Bereich seines Unterbauches nicht stimmt - er solle doch mal zum Arzt gehen. Und siehe da: Er hatte Hodenkrebs (der übrigens geheilt werden konnte).

Und die Osteopathen behaupten von sich, dass sie auch die inneren Organe und deren umgebende Strukturen manuell untersuchen und ihre Funktion und Selbst-heilung verbessern können. Sie tasten den Bauch ab und können so eventuelle Unstimmigkeiten der Organe erspüren und durch sanfte manuelle Behandlung wieder "zurechtrücken".

C)  Iss wenig, aber gesund und trinke viel

gesunde Ernährung gegen Rückenschmerzen

Wie ich schon sagte, erhöht ein vergrößertes Bauchraum-Volumen (und ein damit oft verbundenes Übergewicht) auch die Wahrscheinlichkeit von Kreuzschmerzen.[12] 

Das bedeutet also - Nimm ab und werde schlank:

  • Ändere dein Ernährungsverhalten.
  • Mach eine sinnvolle Diät mit anschließender Ernährungsum-stellung.
  • Führe eine Darmsanierungs-Kur* durch.
  • Absolviere ein Fitnesstraining.
  • ...
  • Der Möglichkeiten gibt es viele ...

Mit dem Abnehmen und einer gesunden Ernährung löst du nicht nur das Problem der erhöhten Spannung der Rumpfmuskulatur durch den dicken Bauch, sondern du verbesserst auch deine Stoffwechsel- und Organfunktion.

Natürlich ist ein dicker Bauch nicht das einzige Problem, es gibt schließlich auch dünne Menschen mit Rückenschmerzen. 

Doch von einer gesunden Ernährung profitieren auch die Organe der schlanken Menschen. Denn es ist ja weithin bekannt, dass unsere üblichen heutigen Ernährungsgewohnheiten  alle möglichen Stoffwechsel-Krankheiten verursachen und damit auch die Organfunktion negativ beeinträchtigen.

Und wie geschädigte Strukturen der Wirbelsäule sind auch ein entgleister Stoff-wechsel und verminderte Organfunktionen bis zu einem gewissen Grad wieder verbesserbar.[13][14][15][16]

Ergo: Iss dich gesund !

D)  Bewege dich "artgerecht"

Neben der ungesunden Fehl- und Überernährung leiden die meisten von uns heute auch unter einem eklatanten Bewegungsmangel. Und beides zusammen verursacht die Zivilisationskrankheiten, die ja irgendwie auch immer mit unseren Organen zu tun haben. Wer hätte das gedacht ...

Schau also, dass du Bewegung in deinen Alltag integrierst. Mindestens 2-mal die Woche Sport ist Pflicht. Such dir etwas das dir Spaß macht, geh joggen, schwimmen, spiele Tennis, absolviere ein Fitnessprogramm zuhause oder im Fitness-Studio ...

Zu anstrengend ?  Dann geh wenigstens spazieren, zügig eine halbe Stunde täglich. Wir Menschen sind Läufer, unsere Organe brauchen ein gewisses Maß an Ausdauerbelastung.

Und nicht zu vergessen: Gymnastik, Yoga, Pilates oder ähnliches !

Zwar helfen dir gymnastische Übungen, wie in Schritt 1 und 2 gezeigt, nicht direkt gegen dein Organleiden - sie können aber dennoch deine Schmerzen seitlich im unteren Rücken lindern. Denn Muskel- und Organfunktion hängen indirekt durchaus zusammen ...

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Diplom-Sportlehrer Kay Jurthe

Autor:

Hallo, ich bin Kay Jurthe. Ich bin Diplom-Sportlehrer, Fitnesstrainer und auch Yogalehrer.

Rückenschmerzen hatte ich auch mal - weg sind sie ...

Hier auf meinem Blog zeige ich dir, wie das auch für dich funktionieren kann.

Diese Artikel können dir auch weiterhelfen:

Rückenschmerzen unterer Rücken

In diesem Artikel gebe ich dir 12 Selbsthilfe-Tipps, die du leicht umsetzen kannst.

Darunter sind:

  • 3 Entspannungen
  • 5 Übungen und
  • 3 Hilfsmittel
Seitbeuge-Übung gegen Schmerzen unterer Rücken rechts

Du fragst dich woher deine Schmerzen im unteren Rücken rechts kommen ?

Folge diesen 3 Schritten und finde die Ursache heraus.

Plus Lösungen ...

Rückenschmerzen unten links verbessern mit Sitzball

Rückenschmerzen unten links - So bekommst du sie schnell in den Griff


Wenn du schon länger unter diffusen Rücken-schmerzen unten links leidest, lies hier weiter.

Es gibt möglicherweise eine ganz simple Erklärung dafür.

* = Link zu Amazon / Bilder: pixabay.com, Amazon-Partnerprogramm, Kay Jurthe

Quellennachweis:

  1. Masaki M, et al. "Association of low back pain with muscle stiffness and muscle mass of the lumbar back muscles, and sagittal spinal alignment in young and middle-aged medical workers." Clin Biomech (Bristol, Avon). 2017 Nov;49: 128-133.
  2. Masaki M, et al. "Association of Pain History and Current Pain With Sagittal Spinal Alignment and Muscle Stiffness and Muscle Mass of the Back Muscles in Middle-aged and Elderly Women." Clin Spine Surg. 2019 Feb 11.
  3.  Chan ST, et al. "Dynamic changes of elasticity, cross-sectional area, and fat infiltration of multifidus at different postures in men with chronic low back pain." Spine J. 2012 May;12(5):381-8
  4. Dr. med. Nonnenmacher "Muskuläre Dysbalance" Medlexi.de, 22. Februar 2019
  5. "Die Muskeln entlang der Wirbelsäule" Tk.de, 7. November 2017
  6. Wan Q, et al. "MRI assessment of paraspinal muscles in patients with acute and chronic unilateral low back pain." Br J Radiol. 2015 Sep;88(1053):20140546.
  7. Takamoto K, et al. "Effects of compression at myofascial trigger points in patients with acute low back pain: A randomized controlled trial." Eur J Pain. 2015 Sep;19(8):1186-96.
  8. Intema F, et al. "Tissue structure modification in knee osteoarthritis by use of joint distraction: an open 1-year pilot study." Ann Rheum Dis. 2011 Aug;70(8):1441-6.
  9. Lee JH "Effects of the centrifugal contraction exercise of the rectus abdominis accompanied with the isometric exercise of the transversus abdominis on pain and balance of lower back pain patients." J Phys Ther Sci. 2017 Aug;29(8):1405-1408
  10. Prasad KS, et al. "Inversion therapy in patients with pure single level lumbar discogenic disease: a pilot randomized trial." Disabil Rehabil. 2012;34(17):1473-80
  11. Prof. Dr. med. Jean-Francois Chenot "Extravertebrale Ursachen von Rückenschmerzen" ZFA 12/2009
  12. Samartzis D, et al. "The association of lumbar intervertebral disc degeneration on magnetic resonance imaging with body mass index in overweight and obese adults: a population-based study." Arthritis Rheum. 2012 May;64(5):1488-96
  13. Prof Michael EJ Lean,MD, et al. "Primary care-led weight management for remission of type 2 diabetes (DiRECT): an open-label, cluster-randomised trial" The Lancet, Vol. 391, Issue 10120, P541-551, December 2017
  14. Kelsea Sandefur, et al. "Crohn’s Disease Remission with a Plant-Based Diet: A Case Report" Nutrients 2019, 11(6), 1385
  15. "Jedes bißchen Bewegung ist für Typ-2-Diabetiker ein Gewinn" Aerztezeitung.de, 26. May 2005
  16. Löllgen H. "Gesundheit, Bewegung und körperliche Aktivität." Dtsch Z Sportmed. 2015; 66: 139-140.

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