Nerv eingeklemmt – Was tun ?

Nerv eingeklemmt im Rücken

Du hast dir also einen Nerv eingeklemmt ?​

Ganz urplötzlich sticht und zieht es ​bei dir im Kreuz und du willst den Schmerz nun schnell wieder loswerden ?

Wenn du dich in dieser​ miss-

lichen Lage befindest und nun wissen willst, wo dieser Schmerz herkommt und was du dagegen tun kannst - dann lies hier weiter ...

Zuerst kommt ein wenig Theorie. Wenn du gleich nach anwendbarer Hilfe suchst, findest du weiter unten meine 7 praktischen Tipps bei einem eingeklemmten Nerv.​

​Dort schildere ich dir auch meine eigenen Erfahrungen, als ich mir einmal einen Nerv eingeklemmt hatte und wie ich die Situation damals gelöst habe.

Häufige Lokalisationen und Symptome

"Na, dann hast du dir wohl einen  Nerv im Rücken eingeklemmt." So oder ähnlich lautet oft die lapidare Diagnose, wenn man an akuten Rückenschmerzen leidet.

Doch nicht nur im Rücken, auch im Nacken, in der Schulter oder anderswo kann es passieren, dass man sich einen Nerv einklemmt.​

​Das Symptom des eingeklemmten Nervs tritt bevorzugt an Nacken und Schulter, Brustwirbelsäule und Rippen sowie an Lendenwirbelsäule und Iliosakralgelenk auf. Aber auch für das Karpaltunnelsyndrom oder Ischiasprobleme wird häufig ein eingeklemmter Nerv verantwortlich gemacht.

Ist ein Nerv eingeklemmt, kommen die Symptome meist sehr plötzlich, z.B. bei einer ruckartige Bewegung. Manchmal entwickeln sie sich aber auch über einen längeren Zeitraum und werden dabei von Tag zu Tag (oder Stunde zu Stunde) immer schlimmer.

Sie äußern sich - na klar - in Schmerzen, die als brennend bis stechend beschrieben werden und oft auch ausstrahlen.​

Rückenfit in 2 Minuten

Hol dir hier meine kleine Übungsreihe für einen gesunden Rücken:

Der erweiterte Sonnengruß mit den wichtigsten Bewegungen für die Wirbelsäule​

Nerv eingeklemmt - Wie kommt das ?

Da Rückenschmerzen wie auch andere Muskel- und Gelenkschmerzen häufig sehr plötzlich auftreten, ist ihr Erscheinen oftmals unerklärlich. Eine kurze Drehung, ein schnelles Aufrichten - Bewegungen, die man schon tausend mal problemlos ausgeführt hat.

Doch diesmal durchzieht ein stechender Schmerz den Rücken ...

Was ist passiert ? Wo kommen diese plötzlichen Schmerzen her ?​

Die Begründung liegt nahe​, dass man sich durch eine unachtsame, ruckartige Bewegung einen Nerv eingeklemmt hat. Genauer gesagt soll sich durch diese Bewegung im Körper etwas verschoben haben, z.B. ein Wirbel. Dieser drückt nun gegen einen Nerv.

Da den Nerv noch andere Körperstrukturen umgeben, ist er quasi zwischen ihnen eingeklemmt und reagiert auf diese für ihn bedrückende Situation, indem er Schmerzsignale aussendet.​

Soweit die durchaus einleuchtende Theorie​.

Doch wie ist das nun:​

Kann man sich wirklich einen Nerv einklemmen ?

​Die grundsätzliche Funktion unserer Nerven liegt in der Weiterleitung eines bestimmten Reizes. Dabei wird in motorische und sensorische Reize unterschieden.

Berühren wir beispielsweise mit der rechten Hand die heiße Herdplatte, dann leitet ein Nerv diesen sensorischen Wahrnehmungsreiz an das Gehirn weiter. Das Gehirn gibt dann Befehl​, die Hand wegzuziehen, und sendet diesen als motorischen Signalreiz über den entsprechenden Nerv zur ausführenden Muskulatur.

Wird nun einer dieser Nerven ein- oder abgeklemmt oder sogar durchschnitten, bedeutet das in erster Linie die Beeinträchtigung bzw. den Ausfall der Reizweiter-leitung und damit der entsprechenden Funktion. Es wird also schwieriger bzw. unmöglich, jetzt noch die heiße Herdplatte zu spüren oder die Hand wegzuziehen.

​Es heißt aber nicht, dass wir unbedingt einen Schmerz verspüren müssen, wenn ein Nerv verletzt ist.

Schmerz - ein ungeklärtes Phänomen

Schmerz ist trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts immer noch ein in weiten Teilen ungeklärtes Phänomen. Beispielhaft dafür sind die Stichworte Schmerzgedächtnis oder Phantomschmerz.

Schmerz ist nicht nur rein objektiv und mechanisch zu erklären, sondern enthält auch immer eine subjektive Komponente. Ähnlich wie beim Stress kann die mentale Einstellung den Schmerz verringern oder verstärken.

Selten klemmen wir uns einen Nerv ein, wenn es uns in allen Belangen gut geht, wenn wir mit uns und der Welt im Reinen sind. Schmerzen und insbesondere Rückenschmerzen ereilen uns meist dann, wenn uns eine Laus über die Leber gelaufen ist, wenn uns alles zuviel wird und wir gestresst und unentspannt sind.

Stimmst du mir da zu ?​

​Also es erwischt uns eigentlich immer dann, wenn die Lebensenergie nicht richtig fließt und der freie Fluss des Qi blockiert ist (wie die Traditionelle Chinesische Medizin es ausdrücken würde) - und das Qi fließt optimal nur durch eine entspannte Muskulatur.

Das legt auch schon nahe, wo die Ursache eines eingeklemmten Nervs wirklich sitzt​:

Die Muskeln sind es - nicht die Nerven

​Rücken- und andere Schmerzen werden in aller Regel durch die Muskeln ausgelöst. Die umliegende Muskulatur ist verspannt, verhärtet und verkürzt und das meist schon seit Jahren. Doch ab einem bestimmten Punkt ist das Fass voll und der berühmte letzte Tropfen entfaltet seinen leidvolle Wirkung.

So wird zum Beispiel bei Ischiasschmerzen oft die Verdickung eines bestimmten Muskels als ursächliche Erklärung herangezogen (Piriformis-Syndrom), der nun auf den Ischiasnerv drückt. Doch auch hier ist es meist der Muskel selbst, der die Schmerzen macht, nicht der Nerv.

Der "eingeklemmte Nerv" ist also die Folge eines bereits länger bestehenden muskulären Problems.​ Denn wirklich eingeklemmt ist ein Nerv so gut wie nie.

Hier noch ein interessantes Video zu: der Thematik:

.

Wäre bei dir tatsächlich ein Nerv eingeklemmt​, wie es beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall durchaus passieren kann, würde sich das eher in solchen Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Lähmungen äußern.

Es ließe sich mehr mit dem Gefühl eines eingeschlafenen Körperteils oder dem eines angestoßenen Musikantenknochen vergleichen als mit purem Schmerz.​

Es fühlt sich bei dir genau so an ? Dann schnellstens ab zum Arzt !​

Denn dann reden wir nicht mehr nur von "banalen" Rückenschmerzen, sondern womöglich von ernsteren Dingen.​

Wer heilt, hat recht

​Nun arbeiten jedoch einige Therapeuten und Mediziner bei Rücken- und anderen Schmerzen mit dem theoretischen Konzept "Nerv eingeklemmt" und haben damit durchaus auch Erfolg.

Das durfte ich einmal am eigenen Leib erfahren, als ich nach einem Judo-Training einen ständig zunehmenden Schmerz im Fuß verspürte. Glücklicherweise gab es drei Ecken weiter einen Orthopäden, der auch Chiropraktiker war.​

Ein geübter Griff, ein kurzer heftiger Ruck und die knappe Ansage: "So, heute abend müsste es wieder gut sein." - und am Abend war es wieder gut ...

Mehr war also nicht nötig, um meine Schmerzen zu beseitigen.​

Doch war bei mir nun wirklich ein Nerv eingeklemmt, wie der Chiropraktiker meinte​ oder war ein Knöchelchen verschoben oder ein Gelenk blockiert ? Hätte vielleicht auch eine Massage geholfen oder ein heißes Bad oder wäre mein Schmerz sogar von selbst verschwunden ?

Alles Fragen, die mich zwar durchaus interessiert haben - doch du wirst mir glauben: Das einzig wirklich Wichtige war, dass mein Schmerz endlich weg war !

Es ist letztendlich unwichtig für den Betroffenen, warum ein Schmerz da ist. Entscheidend ist:

1. Wie bekommt man den Schmerz weg ?

und

2. Wie kann man ihn künftig verhindern ?​

​Natürlich ist es hilfreich zu verstehen, woher der Schmerz kommt. Doch dazu gibt es viele theoretische Erklärungen und Modelle. Einige kommen der Realität sicherlich näher als andere, doch letztendlich weiß es niemand ganz genau. Auch die moderne Medizin nicht.

Wichtig ist nur das praktische Ergebnis der jeweiligen Therapiemethode.

Soll heißen: Selbst wenn die Praxis funktioniert, muss die dahinterstehende Theorie noch lange nicht richtig sein. Was dann aber auch irgendwie egal ist ...​ Hauptsache, der Schmerz ist weg !

.

Womit wir jetzt also zur Praxis kommen und du nun ein paar Tipps von mir erhältst, um deine Schmerzen in den Griff zu kriegen und sie künftig zu verhindern.

Das hilft bei einem akut eingeklemmten Nerv

Bei akuten Rückenschmerzen, aber auch bei vielen anderen Schmerzen für die ein eingeklemmter Nerv als Ursache verantwortlich gemacht wird, gibt es die folgenden Hilfen:

1. Manuelle Therapien

Manuelle Therapien wie die Chiropraktik, Massage, Physiotherapie, Rolfing, Manualtherapie oder auch Ostheopathie können den Schmerz oftmals sehr schnell beseitigen (s. mein obiges Judo-Beispiel).

Dabei versuchen die Therapeuten ​ausschließlich mit ihren Händen Verspannungen, Verschiebungen, Blockierungen oder Verhärtungen zu erspüren und zu lösen - oder eben auch eingeklemmte Nerven zu befreien ...

Besonders erfahrene Therapeuten leisten da manchmal wahre Wunder​.

2. Körperliche Bewegung und Übungen

Auch leichte, vorsichtige Bewegungen in den Schmerz hinein können denselben lindern. Insbesondere Dehnübungen sind oft sehr hilfreich. Bei Rückenschmerzen können z.B. gymnastische Übungen wie Beckenkreisen, die Embryo- oder die Päckchenhaltung helfen.

Ich kann dir auch einfache Übungen aus dem Yoga empfehlen wie das "Kleine Kamel" (s. dazu die Übung Nr. 4 in meinem Rundrücken-Artikel) oder die Sphinx.

eingeklemmter Nerv - Übung Embryohaltung

In der Embryohaltung den Rücken leicht dehnen und entspannen

bei Nerv eingeklemmt hilft die Päckchenhaltung

Leichtes Kreisen oder Wippen in der Päckchenhaltung tut gut, wenn ein Nerv eingeklemmt ist

Nerv eingeklemmt - die

Drücke deinen Oberkörper aus der Bauchlage langsam und vorsichtig etwas nach oben.

Halte die Sphinx für ein paar Atemzüge.

Die folgende einfache, aber gute Übung hilft manchmal bei Schmerzen im unteren Rücken und im Bereich des Iliosakralgelenks, die durch Blockierungen verursacht werden oder wenn ein Nerv eingeklemmt ist.

ist ein Nerv eingeklemmt helfen Übungen

Leg dich auf den Rücken und nimm die Arme über den Kopf​.

Dann schiebe deine Beine abwechselnd raus. Also mach das linke Bein länger, dann das rechte ...

Versuche die Übung auch mit gespreizten Beinen.​

Probiere auch die tiefe​ Hocke und das "Krokodil". Diese beiden Übungen haben ebenfalls eine leicht dehnende und entspannende Wirkung auf die Rückenmuskulatur.

Rückenfit in 2 Minuten

Hol dir hier meine kleine Übungsreihe für einen gesunden Rücken:

Der erweiterte Sonnengruß mit den wichtigsten Bewegungen für die Wirbelsäule​

3. Wärmeanwendungen

Wärme lockert und entspannt die Muskeln und fördert die Durchblutung. Dadurch kann sich der Schmerz lösen. Nimm ein Vollbad, kleb ein Wärmepflaster* auf oder leg dir eine Wärmflasche auf die schmerzende Stelle.

Manchmal kann auch das genaue Gegenteil - also Kälte - den Schmerz lindern. Besonders wenn die schmerzende Stelle sich heiß anfühlt. Benutze z.B. ein Kühlpad* oder einen Beutel mit Eiswürfeln.

Sehr praktisch ist auch eine wiederverwendbare Kalt-Warm-Kompresse*, da sie für beide Zwecke geeignet ist.​

4. Akupunktur

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin, dem Gesundheitswissen der alten Chinesen, kann ein blockierter Fluss der Lebensenergie (Qi) Schmerzen verursachen.

Die Akupunktur bringt das Qi wieder zum Fließen - und der Schmerz ist weg.

Funktioniert erstaunlich oft.

Wenn ein Nerv eingeklemmt ist hilft Akupunktur

5. Entspannungsmethoden

​Entspannungsmethoden wie die Progressive Muskelrelaxation oder Autogenes Training entspannen Körper und Geist. Sie wirken also ganzheitlich.

Natürlich profitiert auch deine schmerzende Region davon, also die Stelle wo sich der "Nerv eingeklemmt" hat. Die örtliche Muskulatur entspannt sich durch die Entspannungstechnik nämlich ebenfalls, die Duchblutung wird verbessert und Wärme strömt ein. Das sollte sich positiv auf deinen Schmerz auswirken.

6. Selbstmassage

​Mit einer Selbstmassage kannst du dir selbst helfen, indem du die Arbeit eines Manualtherapeuten (s. Pkt. 1) wenigstens teilweise selber machst. Natürlich ersetzt das den Chiropraktiker oder Masseur nur unvollständig, aber oft reicht das schon aus, um den gröbsten Schmerz zu lindern.

Wenn ein Nerv eingeklemmt ist hilft ein Massagehaken

​Für die Selbstmassage nimmst du am besten einen Massagehaken* (Bild links) oder eine sogenannte Faszienrolle (Bild rechts) bzw. einen Faszienball (hier als Komplett-Set*).

Du kannst auch einfach mit einen Tennisball für die Selbstmassage benutzen. Du legst dich mit dem Rücken auf die Rolle oder den Ball und rollst über die schmerzende Körperpartie.

Egal ob Massagehaken, -rolle oder -ball, du versuchst mit dem Massagegerät einen möglichst intensiven Druck auf deine Schmerzstelle auszuüben und dadurch die Muskulatur zu lockern. Wie bei einer Massage eben. Dosiere den Druck ​aber so, dass es sich noch halbwegs angenehm anfühlt.

In diesem Video kannst ​du sehen, wie man sich mit einer Faszienrolle selbst massiert:

7. Inversionsbank

Und last but not least ist auch die Inversionsbank ein wunderbares Werkzeug gegen Rückenschmerzen. Es ist im Prinzip eine Bank, auf der du dich in eine Überkopfhaltung bringst. Dadurch wird die Muskulatur gedehnt und die Wirbelsäule gestreckt. Perfekt, um einen eingeklemmten Nerv zu befreien.

Hier erfährst du mehr darüber ...

Natürlich kannst du es auch mit dem guten alten Aushängen versuchen - doch ist das weitaus unentspannter und damit auch nicht so wirksam wie die Inversionsbank.

Letzlich ist es wohl die Kombination aus mehreren Methoden, die die endgültige Erlösung bringt, wenn mal wieder ein Nerv eingeklemmt ist​.

Ein Beispiel:​

​Jahre nach meinem Erlebnis mit der Judo-Stunde passierte mir das gleiche in Thailand. Nach einem Thai-Box-Training begann mein rechter Fuß zu schmerzen. Gefühlt jede Stunde verdoppelte sich der Schmerz. War etwa wieder ein Nerv eingeklemmt ?

Nun kannte ich in Thailand keinen Chiropraktiker und es war auch schon spät am Abend. Zum Glück war ein Laden in der Nähe, der Eiswürfel verkaufte. Ich humpelte dort hin und kaufte eine Packung. Wieder zurück in meinem Bungalow wickelte ich das Eis in ein Handtuch und legte es auf meinen Fuß.

Ahh - tat das gut​ ...  Ich konnte jetzt erst einmal wieder klar denken.

Also kramte ich all mein Wissen zusammen und versuchte den eingeklemmten Nerv zu befreien, indem ich verschiedene Bewegungsübungen in den Schmerz hinein machte.

Ich massierte auch meinen Fuß und holte mir einen kleinen Stein, auf dem ich immer herumtrat​, was ebenfalls einer Massage gleichkam. Zwischendurch legte ich immer wieder Eis auf.

Das Eis half mir auch durch die Nacht und am nächsten Morgen waren die Schmerzen schon deutlich besser.

Mit den beiden Methoden Selbstmassage und Bewegung bekam ich die Sache nach und nach in den Griff​ - nach etwa 3 Tagen war alles wieder im Lot.

Ein schönes Beispiel dafür, dass wir für unsere Gesundheit sehr oft selbst sorgen können.

Aber nicht immer ...  Deshalb - wenn du die oben aufgeführten Symptome verspürst: Geh zum Arzt !

Das kannst du vorbeugend tun

Damit du die Diagnose "Nerv eingeklemmt" nie wieder hören musst, widmen wir uns nun den möglichen Auslösern, damit du diese in Zukunft vermeiden kannst. Vorbeugung also.

Regel Nr. 1:   Mach niemals Judo oder Thai-Boxen !

Regel Nr. 2:   Wenn doch, dann sieh zu, dass du einen Chiropraktiker um die Ecke

hast ...​

Nein, ist natürlich Quatsch   😉

Jetzt also wieder ernsthaft:

Was also löst das "Nerv-Einklemmen" aus ? Bekannte Faktoren sind Zugluft, ruck-artige Bewegungen, sich verhoben haben, unphysiologische Bewegungen, sich verlegen haben, Fehlhaltungen ...

Daraus ergeben sich also die folgenden Punkte:​

  1. Meide kalte und zugige Plätze. Geht das nicht, zieh dich warm an. Achte darauf, dass keine unbedeckten Körperstellen der Zugluft ausgesetzt sind wie z.B. Nacken oder Schultern.
  2. Führe deine Bewegungen nicht plötzlich oder ruckartig aus, sondern ruhig und kontrolliert. Besonders nachdem du lange gesessen hast.
  3. Hebe schwere Lasten rückengerecht. Der Grundsatz dabei lautet: Gerader Rücken, gebeugte Knie !
  4. Führe sportliche Übungen sauber und korrekt aus. Halte dich an die Vorgaben des Trainers oder an das Technikleitbild. Trainiere auch ganz speziell deinen Rücken, z.B. mit meinem erweiterten Sonnengruß.
  5. Überprüfe und ändere gegebenenfalls deine Schlafposition. Wechsle eventuell auch deine Matratze oder dein Bett.
  6. Korrigiere Fehlhaltungen wie z.B. einen Rundrücken oder ein Hohlkreuz, wenn du denn eine haben solltest.

Damit solltest du zukünftig auf der sicheren Seite sein und von weiteren eingeklemmten Nerven verschont bleiben.

Fakt ist aber auch, dass eine gut trainierte, entspannte und ausbalancierte Muskulatur mit den auslösenden Faktoren besser zurecht kommt und nicht so schnell ein "Nerv eingeklemmt" wird​ wie bei einer verspannten Muskulatur beispielsweise eines Couch-Potatos.

Fazit

​Obwohl ich die (oft selbst gestellte) Diagnose "Nerv eingeklemmt" sehr aussagekräftig finde, da sie die Pein des Betroffenen sehr einleuchtend zum Ausdruck bringt - ist sie in den meisten Fällen falsch. Zum Glück.

​Man kann sich einen Nerv (im Rücken) nicht wirklich einklemmen, ohne dass man quasi von einer Querschnittslähmung bedroht ist. Ursächlich für den Schmerz sind in den meisten Fällen verspannte Muskeln.

Die schnellste Hilfe bringt in sehr vielen Fällen ​eine der alternativen Manualtherapien wie Chiropraktik, Ostheopathie etc.

Aber auch vorsichtige körperliche Übungen, Wärme​, Selbstmassage mit Bällen und Rollen, Akupunktur, die Inversionsbank oder Entspannungstechniken können den eingeklemmten Nerv "befreien" und den Schmerz lindern.

Am besten jedoch, damit bei dir nie wieder ein eingeklemmter Nerv auftritt, ist​ Vorbeugung. Verhalte dich im Alltag gesundheitsbewusst und rückengerecht, orientiere dich an den Bedürfnissen deines Körpers und trainiere deinen Rücken - dann wird er es dir auch mit Schmerzfreiheit danken.

Ich wünsche ich dir viel Erfolg !

Alles, was ein gesunder Rücken braucht

Trag dich hier in meinen Rückenfit-Newsletter ein und erhalte regelmäßig Tipps direkt in dein Postfach.

Starte mit der kleinen Übungsreihe für jeden Tag - dem erweiterten Sonnenguß

Kein Spam. Kein Bullshit. Jederzeit abmeldbar.

*= Link zu Amazon / Bilder: pixabay.com, eigene

3 Gedanken zu „Nerv eingeklemmt – Was tun ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.