Alles über Rückenschmerzen – Und was du dagegen tun kannst

Rückenschmerzen -Was tun ?

Rückenschmerzen - Was tun ?

Du hast also Rückenschmerzen und fragst dich nun, was du dagegen tun kannst.

Und zwar möglichst schnell. Am besten gleich und sofort.

Nun, dann lass uns doch mal sehen, was wir da machen können ...

In diesem Artikel gehe ich auf die unterschiedlichsten Arten und Formen von Rückenschmerzen ein: Von Nackenschmerzen über das LWS-Syndrom bis hin zum Ischias.

Dazu gebe ich dir viele Tipps, Hilfen und Übungen, damit du deine Schmerzen möglichst schnell in den Griff kriegst.

Natürlich gehe ich auch auf die Ursachen ein. Denn erst wenn du die kennst, kannst du sie abstellen und dauerhaft schmerzfrei sein.

Und für den Fall dass du allein nicht die Energie aufbringst, dir selbst zu helfen, zeige ich dir auch, welcher Therapeut dir notfalls weiterhelfen kann.

Disclaimer: Bitte bedenke, dass ich kein Arzt bin, sondern Sportwissenschaftler. Deshalb kann ich auch keinerlei Haftung übernehmen und empfehle dir immer, einen Arzt zu konsultieren.

Übersicht:

Was tun bei Rückenschmerzen ?

Mit Rückenschmerzen zum Arzt gehen ?

1. Rückenschmerzen nach zeitlichem Verlauf

1.1 akut    1.2 subakut    1.3 chronisch

2. Rückenschmerzen nach Lokalisation

2.1 HWS-Syndrom    2.2 BWS-Syndrom    2.3 LWS-Syndrom

3. Rückenschmerzen nach Ursache

4. Rückenschmerzen durch Haltungsschäden

4.1 Hohlkreuz   4.2 Flachrücken   4.3 Rundrücken

4.4 Geierhals   4.5 Skoliose

5. Sonstige Rückenschmerzen durch

5.6 innere Organe    5.7 Borreliose    5.8 Darmprobleme

Was tun bei Rückenschmerzen, wenn du selber nicht

weiterkommst ?

Was tun gegen Rückenschmerzen ?  Handeln !

Was tun bei Rückenschmerzen ?

Die gute Nachricht bei Rückenschmerzen ist: In den allermeisten Fällen kannst du etwas tun, um sie in den Griff zu kriegen.

Besser gesagt, du solltest sogar unbedingt etwas tun, denn der Schmerz im Rücken ist ein Warnsignal. Dein Körper sagt dir: "Hallo, etwas stimmt hier nicht. Mach mal was anders, sonst ist hier bald alles kaputt."

Ja, also ran an das Thema, BEVOR deine Bandscheiben rausspringen oder sich das gefürchtete Schmerzgedächtnis ausbildet.

Schon zu spät ?  Auch hier eine gute Nachricht: Selbst degenerative, strukturelle Wirbelsäulenschäden sind zum Teil rückgängig zu machen. Auf jeden Fall aber kannst du die Schmerzen deutlich lindern. Und auch das Schmerzgedächtnis ist wieder löschbar.

Ich habe in diesem Artikel die häufigsten Rückenschmerzen in die üblichen Kategorien eingeteilt. Sieh die folgenden Einteilungen aber auf keinen Fall zu eng - sie weisen hier und da durchaus Überschneidungen auf.

Insofern kann auch das eine oder andere Hilfsmittel durchaus bei mehreren Formen von Rückenschmerzen hilfreich sein.

Mit Rückenschmerzen zum Arzt gehen ?

Auch wenn ich dir hier vorwiegend Selbsthilfe-Tipps für zuhause gebe, empfehle ich dir trotzdem zu einem Arzt zu gehen. Doch lass deinen gesunden Menschen-verstand nicht zuhause. Der Arzt wird dir sonst womöglich vorschnell eine Wirbelsäulen-OP verordnen.

Auf jeden Fall kann dein Arzt aber andere schwerwiegende Krankheiten ausschließen, die Ursache deiner Rückenschmerzen sein könnten. Und er kann dich natürlich auch krankschreiben oder dir eine hilfreiche Therapie verschreiben.

Insbesondere wenn du ein Kribbeln, Taubheitsgefühle oder gar Lähmungen in Bein oder Arm verspürst oder du Probleme beim Stuhlgang oder Wasser lassen hast, dann muss das ein Arzt abklären - und zwar möglichst schnell !  Sonst drohen dir eventuell bleibende Schäden (Notruf 112).

Rückenfit in 2 Minuten

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1. Rückenschmerzen nach ihrem zeitlichem Verlauf

Rückenschmerzen werden oft nach ihrem zeitlichen Verlauf oder ihrer Dauer eingeteilt. Da wird unterschieden in:

  1. akute Rückenschmerzen
  2. subakute Rückenschmerzen
  3. chronische Rückenschmerzen
  4. rezidivierende (wiederkehrende) Rückenschmerzen

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1.1  Akute Rückenschmerzen

Akute Rückenschmerzen dauern nicht länger als 6 Wochen.

Sie treten oft sehr plötzlich auf, wie z.B. bei einem Hexenschuss oder wenn du dir einen Nerv eingeklemmt oder eine Wirbelblockade zugezogen hast.

Die Ursache ist meist eine falsche, ruckartige Bewegung. Aber auch Kälte oder Zugluft können die Auslöser sein.

Akute Rückenschmerzen - Was tun ?

So heftig akute Rückenschmerzen auch sein können - die gute Nachricht ist, dass sie oftmals relativ schnell wie von selbst wieder verschwinden.

Allerdings solltest du einige Punkte beachten, damit sie sich nicht verschlimmern oder bei dir festsetzen. Zudem kannst du ihr Verschwinden mit den folgenden Maßnahmen beschleunigen:

  • Mach erst mal ruhiger. Wahrscheinlich zwingt dich der Schmerz ja sowieso dazu. Auf jeden Fall ist er ein Warnzeichen deines Körpers, dass du nicht übergehen solltest.
  • Also schone dich etwas, leg dich hin und ruh dich aus. Entspannung,  Entkrampfung ist das Zauberwort.
  • Schonen heißt allerdings nicht, dass du dich nun gar nicht mehr bewegen solltest - nein. Mit schonen meine ich: Entlaste deinen Rücken. Lass die (schwere) Arbeit erst einmal sein, lass dich krankschreiben, ruhe und schlafe viel. Aber tu dies auch nicht wochenlang, ca. 3 Tage sollten reichen.
  • Um dich vom Schmerz zu erholen, nimm ruhig öfter mal eine Schonhaltung ein bzw. eine Haltung, die dir am meisten Erleichterung verschafft. Für den unteren Rücken ist das sicherlich die Stufenlagerung*.
  • Aber denke daran, dich ab und zu aus dieser Schonhaltung herauszube-wegen. Bewege dich dann moderat, gehe spazieren, schwimmen und mach ein paar gezielte Übungen für die Wirbelsäule.
  • 2 Übungen, die dir aus dem Schmerz helfen können sind die "Päckchenhaltung" und das "Krokodil":
akute Rückenschmerzen lindern mit der  Päckchenhaltung

Leg dich auf den Rücken und umfasse deine Knie. Entspanne so gut es geht.

Versuche dann vorsichtig, deine Stirn an die Knie zu kriegen. Ein paar Sekunden halten und dann den Kopf wieder ganz entspannt ablegen.

Kreise jetzt auch ein wenig mit deinen Knien.

Probiere dann die Beine lang abzulegen. Geht nicht ?  Dann mach wenigstens erst einmal ein Bein lang und versuche dann das andere.

akute Rückenschmerzen - Was tun ? Rückenübung Krokodil

Auch die Rückenübung "Krokodil" bearbeitet die gesamte Wirbelsäule und kann manchmal Blockaden lösen.

In Rückenlage stellst du dein rechtes Bein auf und streckst deinen rechten Arm seitlich aus.

Nun ziehst du mit der linken Hand dein rechtes Bein nach links.

Den Kopf drehst du nach rechts.

  • Weitere Übungen, die dir helfen können, sind z.B. die "Sphinx" aus meinem Artikel Nerv eingeklemmt oder auch das "Wirbel-für-Wirbel-abrollen" aus dem Artikel Rücken dehnen
  • Weiterhin kann dir Wärme gut helfen. Nimm ein heißes Bad, eine Wärmeflasche, einen Wärmegürtel* oder ein Schmerzgel*.
  • Bei sehr starken Schmerzen können anfangs auch schmerzlindernde, muskelentspannende Medikamente angebracht sein.

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1.2  Subakute Rückenschmerzen

Subakute Rückenschmerzen - Was tun ?

Wenn du nun schon länger als 6 Wochen Rückenbeschwerden hast, spricht man von subakuten Rückenschmerzen.

Was tun ?  Spätestens jetzt solltest du wirklich sehr ernsthaft daran arbeiten, deine Schmerzen in den Griff zu bekommen. Denn nach 6 weiteren Wochen hast du dann chronische Rückenschmerzen. Und chronisch - das ist nie gut.

Wenn nun schon 6 Wochen Schonung, leichte Bewegung und Wärme nicht geholfen haben, ist es an der Zeit die Sache ganz konzentriert anzugehen: Arzt, Physiotherapie, Entspannungs- und Bewegungsprogramm zuhause, ...

Vielleicht hast du die Zeit aber auch einfach nutzlos verstreichen lassen ?  Dann sieh nochmal bei akute Rückenschmerzen nach.

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1.3  Chronische Rückenschmerzen

Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn sie bereits länger als 12 Wochen andauern. Und alles was chronisch ist, ist nicht mehr so leicht wegzubekommen.

Es ist möglich, aber schwierig und erfordert viel Anstrengung, Umdenken und Durchhaltevermögen deinerseits. Ja, du hast richtig gehört - nicht die Ärzte müssen sich anstrengen, sondern du.

Denn die Ursache chronischer Rückenschmerzen ist in den meisten Fällen ein rückenungerechtes, über Jahre andauerndes falsches Verhalten von dir - dein ungesunder Lebensstil.

So können z.B. unergonomisches Arbeiten, zu langes Sitzen, allgemeiner Bewegungsmangel oder auch Übergewicht zu chronischen Rückenschmerzen führen.

In diesem Video erklärt dir Schmerzspezialist Dr. Weigl einmal, wie chronische Schmerzen und ein Schmerzgedächtnis entstehen. Einige Möglichkeiten dagegen anzugehen sind inklusive.

Chronische Rückenschmerzen - Was tun ?

Um chronische Rückenschmerzen wegzukriegen, musst du als erstes die Ursachen beseitigen. Also ändere deinen Lebensstil. Verhalte dich rückengerecht, mindere deinen Stress, entspanne dich häufig, absolviere ein Rückentraining und andere Bewegungen (Sport), ernähre dich gesund ...

Gleichzeitig musst du dein Gehirn wieder umprogrammieren und das Schmerzgedächtnis löschen. Das Schmerzgedächtnis ist quasi das erlernte Verhalten, dass du aus Angst vor dem Schmerz - Schmerzen bekommst.

Über lange Zeit haben die Nerven Schmerzimpulse an das Gehirn gesendet. Dadurch hat sich im Gehirn eine Art Programmierung ausgebildet, die auch dann noch vorhanden ist, wenn die Ursache des Schmerzes längst weg ist.

Hat sich das Schmerzgedächtnis erst einmal ausgebildet und verfestigt, ist es schwierig wieder zu überschreiben. Sieh zu, dass dein Hirn dieses Muster wieder verlernt, ja regelrecht vergisst.

Um das zu schaffen, sind viele positive Reize nötig. Angefangen von körperlichen Übungen und Entspannungsverfahren über positives Denken und freudbetonte Aktivitäten bis hin zur Verhaltenstherapie und naturheilkundlichen Verfahren ist alles denkbar. Multimodale Behandlung nennt man das. Also das Zusammenarbeiten mehrerer Fachgebiete - sehr sinnvoll.

Im Prinzip geht es darum, die "äußeren Ursachen" (Muskeln, Faszien, Übergewicht etc.) zu beseitigen und die "inneren Verkrampfungen" (Stress, Ängste, Sorgen, nervale und seelische Anspannungen) zu lösen.

Mir selber haben damals bei meinen Rückenproblemen Wärme und Entspannung sehr gut getan. Wegbekommen habe ich sie am Ende aber vor allem durch spezielle körperliche Übungen. Was ich übrigens für das wichtigste bei jeder Art von Rückenschmerzen halte.

Konkret kannst du nun folgendes tun:

  • Wende eine Entspannungsmethode an (z.B. das Autogene Training*).
  • Erlerne eine sanfte körpertherapeutische Bewegungskunst (Qigong, TaiChi, Alexander-Technik, Yoga o.ä.) und geh schwimmen, walken ...
  • Lege häufige Bewegungspausen ein (mach leichte gymnastische Übungen, gehe umher, mach Atemübungen etc.).
  • Benutze eine Inversionsbank.
  • Wenn du viel sitzt - verwende einen höhenverstellbaren Schreibtisch (s. bei Punkt 3.2 "Unspezifische Rückenschmerzen")

Immer gut gegen Rückenschmerzen sind Massagen. Sie lockern die Muskulatur und lösen verklebte Faszien.

Mit einer Selbstmassagerolle kannst du deine Schmerzregionen selbst massieren.

Dieses innovative Modell hier hat zusätzlich noch einen vibrierenden Kern und wirkt dadurch auf doppelte Weise: Druck plus Vibration erzeugt mehr Tiefenwirkung.

Chronische Rückenschmerzen - Was tun ?  Na, kommst du selber drauf ?

Na klar: Ganz wichtig ist natürlich auch, dass du regelmäßig spezielle Übungen gegen Rückenschmerzen machst. Rückenübungen, die deine Rückenmuskulatur stärken und den Rücken dehnen. Wie z.B. diese hier:

Übungen gegen Rückenschmerzen - Was tun ? Rücken kräftigen, dann dehnen
  • Stell dich in den Vierfüßlerstand.
  • Hebe deinen linken Arm und dein rechtes Bein.
  • Finde erst einmal dein stabiles Gleichgewicht.
  • Arm und Bein hebst du so hoch, dass sie zusammen mit dem Rumpf in etwa eine Gerade bilden.
  • Den Blick kannst du ein wenig heben, aber nicht zuviel, damit deine Halswirbelsäule nicht überstreckt wird.
  • Dann ziehst du Knie und Ellbogen unter deinem Bauch zusammen.
  • Dein Blick geht dabei mit nach unten.
  • Mach das 10-20 mal im lockeren Wechsel oder halte die Endpositionen jeweils ein paar Sekunden.
  • Und dann kommt die andere Seite dran.

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1.4  Rezidivierende Rückenschmerzen

Rezidivierende Rückenschmerzen sind Schmerzen, die dich immer wieder mal heimsuchen. Im Prinzip ist das eine Form von chronischen Rückenschmerzen, nur dass du sie eben nicht ständig hast, sondern nur manchmal. Alte Bekannte halt ...

Rezidivierende Rückenschmerzen - Was tun ?

Da die rezidivierenden Rückenschmerzen eine Form der chronischen sind, siehst du dort noch einmal nach.

Ansonsten hast du bei den wiederkehrenden Rückenschmerzen ja immer wieder die Chance, in deiner schmerzfreien Phase Änderungen in deinem Lebensstil vorzunehmen.

Dazu gehören neben einem Rückentraining auch eine gesunde Ernährung, regel-mäßige Entspannungsphasen und eine ergonomische Arbeitsweise. Such dir einen guten Bürostuhl, wenn du viel sitzt. Achte auf eine gute Körperhaltung und häufige Bewegungspausen. So vermeidest du noch am ehesten die nächste Schmerzphase.

In den schmerzfreien Phasen kannst deine Rückenmuskulatur stärken. Mit dieser Übung hier kräftigst du ganz speziell deine tiefe Rückenmuskulatur:

Ein wenig einfacher ist die Übung, wenn du sie mit gebeugten Armen ausführst. Deine Oberarme befinden sich dann seitlich neben deinen Rippen und mit den Unterarmen führst du kurze, schnelle Auf-und-Ab-Bewegungen aus.

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2. Rückenschmerzen nach ihrer Lokalisation

Hier teilen wir die Rückenschmerzen nach dem Ort ihres Auftretens ein. Je nachdem an welchem Abschnitt der Wirbelsäule die Schmerzen auftreten, wird unterschieden in:

  1. HWS-Schmerzen, HWS-Syndrom, Nackenschmerzen
  2. BWS-Syndrom, Rückenschmerzen oberer Rücken
  3. Schmerzen im unteren Rücken, Kreuzschmerzen, LWS-Syndrom
  4. ISG-Syndrom, ISG-Blockade
  5. Ischias-Schmerzen, Ischialgie

Natürlich ist auch diese Einteilung wieder sehr schematisch und nicht als endgültig und in Stein gemeißelt zu betrachten. Schließlich können die Schmerzen ja auch ausstrahlen oder wandern.

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2.1  HWS-Schmerzen (HWS-Syndrom)

HWS-Schmerzen treten im Bereich der Halswirbelsäule auf. Meist äußern sie sich als Nackenschmerzen. Aber auch Kopfschmerzen und Migräne können ihre Ursache im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) haben.

Ein HWS-Syndrom betrifft etwa 30% aller Rückenschmerzpatienten.

Die Ursache von HWS-Schmerzen ist in den meisten Fällen eine falsche Körperhaltung. Insbesondere das "Sich-hängen-lassen" beim langen Sitzen führt zu einem Geierhals bzw. Hohlnacken. Aber auch Stress wirkt sich durch das unbewusste Hochziehen der Schultern negativ auf die Nackenmuskulatur aus.

HWS-Schmerzen - Was tun ?

Bei Beschwerden im Bereich der HWS ist es wichtig, auf eine aufrechte Körperhaltung zu achten. Neben der Stellung von Halswirbelsäule und Kopf sind auch die Schultern sehr wichtig.

Entspannungsübungen machen und Stress vermeiden hilft dabei.

Die folgende Übung dehnt und entspannt den wichtigen "schulterhochziehenden" Muskel, den Trapezius in seinem oberen Teil:

Sehr hilfreich sind auch Nackenmassagen. Frage einen lieben Menschen oder benutze so ein Gerät hier:

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2.2  BWS-Syndrom, Rückenschmerzen oberer Rücken

Schmerzen in der BWS (Brustwirbelsäule) bzw. oberen Rücken sind sehr vielfältig. Sie können direkt an der Wirbelsäule auftreten oder am Schulterblatt, sich zu den Rippen verlagern oder bis in Schultern und Arme ausstrahlen.

Hier eine Ursache zu benennen ist nicht so einfach. Meist sind es jedoch Muskelverspannungen, die wiederum durch eine Fehlhaltung entstanden sind. Klassische Fehlhaltung im BWS-Bereich ist der Rundrücken. Entsteht ebenfalls wieder durch das "Sich-hängen-lassen" bei langem Sitzen.

Rückenschmerzen im oberen Rücken - Was tun ?

Da im Bereich der Brustwirbelsäule und Rippen das Phänomen "Nerv eingeklemmt" besonders häufig auftritt, guckst du am besten auch unter diesem und meinem Rundrücken-Artikel nochmal nach.

Eine der Rückenübungen, die die BWS gut mobilisieren und leicht dehnen ist z.B. die Übung "Katzenbuckel". Mach sie ein paar Mal im Wechsel mit der Gegenbewegung, dem "Pferderücken".

Rückenübung Katzenbuckel lindert BWS-Syndrom

Gehe in den Vierfüßlerstand und drücke deine BWS richtig schön nach oben raus.

Rückenübung hilft gegen Rückenschmerzen oberer Rücken

Dann machst du die Gegenbewegung. Konzentriere dich besonders auf deine BWS und drücke jetzt deinen Brustkorb schön nach unten raus.

Auch so eine Selbstmassagerolle* hilft dir gegen das BWS-Syndrom.

Einfach unter die Brustwirbelsäule legen und mit etwas Druck entlang-rollen.

Deutlich intensiver wird es in Rückenlage am Boden.

Selbstmassage gegen BWS-Syndrom

Ebenso kann tiefes Ein- und Ausatmen helfen, deinen "Rippenkäfig" zu befreien.

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2.3  Rückenschmerzen unterer Rücken, LWS-Syndrom

Schmerzen im unteren Rücken, im Volksmund auch als Kreuzschmerzen bekannt, treten im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS-Syndrom) auf. Sie sind mit über 60% die am häufigsten auftretenden Rückenschmerzen. Als Grund wird häufig angegeben, dass die Lendenwirbel die höchste Belastung er"tragen" müssen.

Zu den Rückenschmerzen unterer Rücken kann man auch den Hexenschuss zählen, da er ja vorwiegend im unteren Rücken auftritt.

Häufige Ursachen für das LWS-Syndrom sind Fehlhaltungen, langes Sitzen oder körperliche Über- oder Fehlbelastungen.

Die dadurch entstehenden faszialen Verklebungen, muskulären Verspannungen und Dysbalancen führen dann zu den vielen Beschwerden im Kreuz. Auch ein dicker Bauch bzw. Übergewicht kann zu Rückenschmerzen besonders im LWS-Bereich führen.

Rückenschmerzen unterer Rücken - Was tun ?

Eine wichtige Maßnahme gegen Schmerzen im unteren Rücken ist die Dehnung des Iliopsoas. Durch das viele Sitzen ist dieser Muskel oft verkürzt.

Mit der Übung "Knieender Ausfallschritt" kannst du deinen Iliopsoas dehnen.

Dehnübung Iliopsoas gegen Rückenschmerzen unterer Rücken
  • Knie dich hin und setze einen Fuß weit nach vorn.
  • Dann setze deine Hände in Höhe des vorderen Fußes ab.
  • Schiebe dein Becken nach vorn unten bis du ein leichtes Ziehen in der Leiste spürst.
  • Mindestens 30 Sekunden halten, dann die Seite wechseln.

Mehr zu diesem Thema habe ich ausführlich in meinem Artikel über Schmerzen im unteren Rücken geschrieben. Wenn es dich betrifft, lies dort weiter.

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2.4  ISG-Syndrom, ISG-Blockade

Ein ISG-Syndrom oder eine ISG-Blockade (Schmerzen im Iliosakralgelenk) zeichnet sich durch Schmerzen unterhalb der Lendenwirbelsäule aus. Sie werden meist einseitig vor allem im Gesäß wahrgenommen und können auch bis in den unteren Rücken oder in die Beine ausstrahlen.

Man geht davon aus, dass die Ursache hier verkantete Gelenkflächen im Bereich von Becken und Wirbelsäule sind. Doch wie so oft sind auch hier wieder verspannte Muskeln die eigentlichen Auslöser.

ISG-Schmerzen - Was tun ?

In diesem kurzen Video zeigt dir der "Fitnessprofessor" Dr. Stephan Geisler einmal, wo sich das Iliosakralgelenk genau befindet und zeigt dir natürlich auch eine Übung gegen das ISG-Syndrom.

Eine weitere gute Hilfe gegen Schmerzen im ISG ist auch der Faszienball.

Setz dich einfach darauf, such deinen Schmerzpunkt und kreise mit leichtem Druck ein paar Minuten darauf herum.

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2.5  Ischias-Schmerzen, Ischialgie

Ischiasschmerzen oder die Ischialgie sind meist Schmerzen, die sich vom unteren Rücken über das Becken bis ins Bein ziehen. Sie treten ebenfalls meist einseitig auf.

Als Ursache wird oft ein Bandscheibenvorfall bzw. -vorwölbung der untersten beiden Bandscheiben der LWS angegeben. Diese Vorwölbung drückt dann auf den dort entlanglaufenden Ischiasnerv und verursacht die Schmerzen.

Auch das Piriformis-Syndrom wird sehr oft zur Erklärung herangezogen. Dabei handelt es sich um einen kleinen Muskel, der direkt neben dem Ischiasnerv liegt und diesen ebenfalls reizen kann.

Auch ein Kältereiz, wie z.B. Sitzen auf nassem Untergrund kann der Auslöser von Ischiasschmerzen sein.

Ischiasschmerzen - Was tun ?

Auch beim Ischias-Schmerz kann dir die Selbstmassage mit dem Faszienball helfen. Hier kannst du es prinzipiell genauso wie beim ISG-Syndrom (Punkt 2.4) machen - raufsetzen, Schmerzpunkt suchen, kreisen ...

Auch die Stufenlagerung lindert Ischiasschmerzen recht gut.

Na klar gibt es auch körperliche Übungen, um Ischias-Schmerzen zu lindern. Hier eine der leichteren:

  • Setz dich auf einen Stuhl.
  • Schlag dein linkes Bein über das rechte.
  • Beuge dich dann mit ganz geradem Rücken oder sogar einem Hohlkreuz vor.
  • Du solltest dann ein leichtes Ziehen im Po spüren.
  • Mindestens 30 sec halten.


Rückenschmerzen - Was tun bei Ischias-Schmerzen

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3. Rückenschmerzen nach ihrer Ursache

Schmerzen im Rücken werden je nachdem, ob eine konkrete Ursache gefunden wird oder nicht, in spezifische und unspezifische unterteilt.

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3.1  Spezifische Rückenschmerzen

Wenn der Arzt bei dir eine konkrete Ursache gefunden hat, dann hast du spezifische Rückenschmerzen. Das ist allerdings bei weniger als 20% aller Rückenschmerzen der Fall.

Man kann spezifische Rückenschmerzen noch weiter unterteilen in:

3.1.1 Entzündliche Rückenschmerzen

Das entzündlichen Rückenschmerzen treten weitaus seltener auf und ihre Häufigkeit wird mit ca. 5% beziffert. Sie beginnen in der Regel langsam und schleichend und zeichnen sich dadurch aus, dass sie in Ruhe (also auch nachts) schlimmer werden und sich durch Bewegung verbessern.

Zu den entzündlichen Rückenschmerzen gehört beispielsweise der Morbus Bechterew (s. auch Punkt 5.4).

Entzündliche Erkrankungen können über Bluttests nachgewiesen werden.

3.1.2 Nicht-entzündliche Rückenschmerzen

Nichtentzündliche Rückenschmerzen sind meist dadurch gekennzeichnet, dass sie bei bestimmten Bewegungen stärker werden. Man denke nur an einen Hexenschuss ... In Ruhe dagegen lässt die Schmerzintensität nach.

Die Ursachen sind mittels bildgebender Verfahren (Röntgen, MRT, CT etc.) sichtbar gemachte strukturelle Schäden. Das sind dann schon richtig klar erkennbare Wirbelsäulenerkrankungen. Dazu gehören z.B. ein Bandscheibenvorfall, eine Spondylarthrose oder die Spinalkanalstenose.

Es ist jedoch fraglich, ob der Arzt hier wirklich die Ursache oder eher die Auswirkung gefunden hat.

Begründet wird die Entstehung solcher degenerativen Schäden an der Wirbelsäule gern mit Verschleiß und Alterung. Doch ich sehe die wirkliche Ursache eher in muskulären Dysbalancen (siehe bei Punkt 3.2).

Spezifische Rückenschmerzen - Was tun ?

Wenn bei dir bereits ein struktureller Schaden entstanden ist, wird es allerhöchste Zeit, etwas zu tun. Wenn du dich noch nicht im allerletzten Stadium der Degeneration befindest, ist dieser Prozess meist noch umkehrbar, zumindest aber aufhaltbar.

Du solltest nun alles tun, was deine Wirbelsäule entlastet und deine Muskulatur in der richtigen Weise trainiert. Arbeite hierbei am besten mit deinem Arzt zusammen, damit du die Situation nicht noch verschlimmerst. Allerdings: Suche dir einen guten Arzt !

Sehr gute Hilfe leistet in vielen Fällen die InversionsbankIch bin ja ein großer Fan der Inversionsbank. Durch das entspannte, umgekehrte Aushängen wird die Rückenmuskulatur leicht gedehnt, die Bandscheiben saugen sich voll, Schmerzen verschwinden ...

Die Inversionsbank zieht deine Wirbel sanft auseinander, so dass sich die Strukturen der Wirbelsäule (Bandscheiben, Wirbelgelenke etc.) wieder erholen und regenerieren können.

Gilt natürlich für die gesamte Wirbelsäule ...

Die Inversionsbank - ein Rückentrainer gegen LWS-Syndrom

Sieh auch zu, dass du in (leichte) Bewegung kommst - lass dir Physiotherapie oder eine Reha-Sportgruppe verschreiben, geh schwimmen, spazieren ...

Und mach die zu deiner Schädigung passenden Übungen aus diesem Artikel. Frage dazu aber am besten nochmal deinen Arzt, denn er kennt deine Schädigung ja am besten. Die meisten Übungen wie z.B. das "Wirbel-für-Wirbel-Abrollen" (s. Artikel Rücken dehnen) und der "Baum" (s. Artikel Sonnengruß) sollten aber möglich sein.

Guck am besten auch nochmal in den Abschnitt chronische Rückenschmerzen rein, denn vermutlich sind deine Schmerzen bereits chronisch.

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3.2  Unspezifische Rückenschmerzen

In über 80% aller Fälle findet der Arzt bei Rückenschmerzen keine Ursache. In diesem Fall kann man davon ausgehen, dass muskulär-fasziale Verspannungen die Ursache sind. Und erst, wenn du diese nicht in den Griff bekommst, entstehen auf Dauer die spezifischen Ursachen, also die strukturellen Schäden.

Im Prinzip kannst du froh sein, wenn der Arzt bei dir nichts findet. Denn dann ist noch nichts wirklich kaputt und umso leichter kannst du wieder schmerzfrei werden.

Unspezifische Rückenschmerzen - Was tun ?

Bei unspezifischen Rückenschmerzen brauchst du nicht auf bereits defekte Strukturen Rücksicht nehmen und kannst also mit vollem Eifer deine Muskulatur bearbeiten. Doch halt - nicht das grobe Krafttraining ist gemeint, sondern ein ausgewogener Mix aus Dehnung, Kräftigung und Entspannung.

Dazu kannst du natürlich alle bereits vorgestellten Maßnahmen nutzen.

Und hier gebe ich dir noch eine weitere Übung, um deinen Rücken zu kräftigen und zu mobilisieren, den "Katzenbuckel im Stehen".

Mit dieser Rückenübung kräftigst du neben deinem Rückenstrecker-Muskel auch noch deine Oberschenkel- und deine Gesäßmuskulatur.

Rücken kräftigen gegen Rückenschmerzen
  • Stell dich schulterbreit (oder noch breiter) hin.
  • Beuge deine Knie.
  • Stütze dich mit deinen Händen etwas auf den Oberschenkeln ab (Arme leicht gebeugt).
  • Biege deine Wirbelsäule nach unten durch: Strecke deinen Po raus, drücke deinen Brustkorb heraus, ziehe die Schultern zurück und blicke leicht nach oben.
Rücken dehnen und mobilisieren hilft gegen Rückenshmerzen
  • Nun blicke nach unten und ziehe dein Kinn zur Brust.
  • Gleichzeitig rollst du deine gesamte Wirbelsäule ein bis du ein leichtes Ziehen spürst.
  • Während der gesamten Übung sollten deine Schultern entspannt bleiben.
  • Mach beide Bewegungen im lockeren Wechsel und halte die Endpositionen jeweils ein paar Sekunden.

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Ganz wichtig ist auch, dass du in deinen Alltag immer wieder kleine Bewegungs-pausen einbaust. Mach also jede Stunde ein paar einfache mobilisierende Bewegungen wie z.B. "Beckenkreisen", den "Katzenbuckel im Stehen" oder gehe etwas herum.

Wenn du viel im Sitzen arbeitest, kann dir auch ein in der Höhe verstellbarer Schreibtisch helfen.

Gibt es elektrisch,

... mit Kurbel

oder als Stehpult.

4. Rückenschmerzen durch Haltungsschäden

Obwohl Fehlhaltungen und Haltungsschäden jetzt nicht direkt als Rückenschmerzen eingestuft werden, zähle ich sie trotzdem hier mal mit auf, denn sie werden früher oder später unweigerlich zu Rückenbeschwerden führen. Da hätten wir also:

  1. Hohlkreuz (Hyperlordose)
  2. Flachrücken
  3. Rundrücken (Hyperkyphose)
  4. Geierhals (Hohlnacken)
  5. Skoliose

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4.1  Hohlkreuz (Hyperlordose)

Ein Hohlkreuz ist zunächst einmal eine völlig normale Sache. Nennt sich Lordose. Erst wenn es zu stark ausgeprägt ist, kann es zu Rückenproblemen führen und wird dann Hyperlordose genannt. Dabei ist die Lendenwirbelsäule zu stark in Richtung Bauch gebogen.

Die Ursache ist anfangs meist eine schlechte Angewohnheit, durch die im Laufe der Zeit ein muskuläres Ungleichgewicht entsteht.

Hohlkreuz - Was tun ?

Willst du dein Hohlkreuz wegtrainieren, dann kräftige deine Bauchmuskulatur und dehne deinen Iliopsoas (s. Punkt 2.3 LWS-Syndrom) und deinen Rückenstrecker.

Im folgenden Video siehst du  eine einfache Übung, mit der du deine Bauchmuskeln kräftigen kannst.

Fasse dabei mit den Händen besser an die Schläfe, damit du nicht in Versuchung kommst am Kopf zu ziehen. Noch einfacher ist die Übung, wenn du die Arme dabei vorgestreckt hältst. Drücke während der Übung deinen unteren Rücken, dein Hohlkreuz, in den Boden.

Du kannst die Übung statisch machen wie im Video, also halten so lange es geht. Oder du machst 10-20 Wiederholungen dynamisch in ruhigem Tempo, ohne Schwung zu holen.

Auf jeden Fall - Lächle !

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4.2  Flachrücken

Der Flachrücken ist das Gegenteil vom Hohlkreuz. Wenn also die Krümmung in der LWS (die Lordose) zu schwach ausgeprägt ist, spricht man von einem Flachrücken.

Die körperliche Ursache ist das viele Sitzen. Auf psychologischer Ebene bist du vermutlich zu unterwürfig, du "ziehst du den Schwanz ein".

Flachrücken - Was tun ?

Um deinen Flachrücken zu korrigieren, mache vor allem Übungen, bei denen du deinen Hintern richtig schön rausstrecken kannst, wie z.B. beim "Katzenbuckel im Stehen" (s. 3.2). Hier kannst du einen richtig schönen "Entenarsch" machen 😉

Im Prinzip geht es darum, den Rückenstrecker im LWS-Bereich zu kräftigen und ein Hohlkreuz zu formen. Dabei kann dir auch die breite, tiefe Kniebeuge (Sumo-Squat) helfen.

Und hab endlich mal "nen Arsch in der Hose" !

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4.3  Rundrücken (Hyperkyphose)

Im Bereich des mittleren und oberen Rückens wölbt sich die Brustwirbelsäule im Normalfall etwas nach hinten. Das ist die Kyphose. Ist diese Wölbung zu stark ausgeprägt, nennt man das Hyperlordose oder auch Buckel.

Die Ursache dessen liegt wieder in einer schlechten Angewohnheit, nämlich dem "Sich-hängen-lassen". Eine Haltung, in die man oft durch zu langes Sitzen fällt, da die Rückenmuskulatur erschlafft. Das ganze führt im Laufe der Zeit natürlich wieder zu muskulär-faszialen Verspannungen und Ungleichgewichten.

Übrigens, eine ganz krasse Fehlhaltung ist der Hohlrundrücken. Dabei liegen sowohl ein Hohlkreuz als auch ein Rundrücken vor.

Rundrücken - Was tun ?

Hierzu habe ich mit Rundrücken wegtrainieren einen ausführlichen Artikel geschrieben. Guck am besten dort mal rein.

Hier in aller Kürze die folgenden 2 Tipps:

Mit der Rückenübung "Das kleine Kamel" kannst du gleich mal loslegen. Sie befreit wunderbar deine verspannten Strukturen.

Rückenübung um Rundrücken wegzutrainieren
  • Knie dich hin und nimm deine Hände an den Po.
  • Zieh die Ellbogen etwas zusammen und die Schultern nach hinten unten.
  • Beuge dich in der Brustwirbelsäule nach hinten.
  • Drücke dabei deinen Brustkorb heraus.
  • Blicke dabei nach oben und mach dich schön lang.
  • Lendenwirbelsäule und Ober-schenkel bleiben dabei gerade.

Denke auch möglichst oft daran, dich im Alltag bewusst aufrecht zu halten.

Hierbei kann dich ein sogenannter Geradehalter* unterstützen.

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4.4 Geierhals

Der Geierhals bzw. Hohlnacken tritt oft in Begleitung des Rundrückens auf. Um die abgesenkte Rundrückenhaltung auszugleichen, wird eben der Kopf angehoben, damit man überhaupt noch geradeaus gucken kann.

Geierhals -Was tun ?

Vom Prinzip her musst du hier möglichst oft die Gegenbewegung machen - also das Kinn runterziehen.

Da der Geierhals so oft mit dem Rundrücken zusammengeht, helfen natürlich auch die Tipps bei einem Rundrücken. Die folgende Übung kannst du gleich im Anschluss an die Rundrückenübung "Das Kleine Kamel" machen.

Rückenübung gegen Rückenschmerzen durch Geierhals
  • Deine Oberschenkel sind gerade, die Wirbelsäule ist aufgerichtet.
  • Nun ziehst du dein Kinn zum Kehlkopf und zur Brust.
  • Die Schultern bleiben dabei hinten unten, die Brustwirbelsäule aufrecht.
  • Du solltest ein leichtes Ziehen im Nacken spüren.
  • Halte die Dehnung für mindestens 30 Sekunden.

Auch hier gilt wieder: Achte im Alltag möglichst oft auf deine Haltung, besonders auf die Stellung deiner Halswirbelsäule und deines Kopfes.

Schau ruhig auch nochmal unter Punkt 2.1 (HWS-Syndrom) nach.

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4.5 Skoliose

Eine Skoliose ist eine Seitwärtskrümmung der Wirbelsäule. Dabei kann es außerdem auch noch zu Verdrehungen der Wirbel kommen (Rotation und Torsion).

Sie ist wohl der am schwersten zu beseitigende Haltungsschaden.

Die Ursache ist in den meisten Fällen unbekannt. Vermutlich sind einseitige Bewegungen, Belastungen und Haltungen der Hauptgrund, insbesondere wenn sie während der Wachstumsphasen auftraten.

Skoliose - Was tun ?

Eine Skoliose wird mit körperlichen Übungen, Haltungsschulung und gegebenenfalls mit einem Korsett behandelt.

Generell kann ein allgemeines Rückentraining die Skoliose verbessern bzw. aufhalten. Wird die wirbelsäulenumgebende Muskulatur beweglicher gemacht, vermindern sich die Schmerzen, da Fehlspannungen aufgelöst werden.

Wenn gleichzeitig mit der Skoliose ein Beckenschiefstand oder eine Beinlängendifferenz besteht, sollten diese beseitigt werden.

Im übrigen hilft Yoga im allgemeinen sehr gut gegen Rückenschmerzen, so auch bei Skoliose.

Mit einem individuell angepasstem Training kann die Skoliose deutlich verbessert werden. Das Prinzip dabei lautet vereinfacht gesagt: Die konvexe (überstreckte) Seite kräftigen und konkave (gestauchte) Seite dehnen.

Das geht zum Beispiel mit der nun folgenden Übung.

Übung gegen Rückenschmerzen durch Skoliose

Der Seitstütz (auch seitliche Plank oder Vasisthasana):

  • Gehe in den Liegestütz.
  • Drehe deinen Körper langsam auf deine "längere" Seite (ich tue jetzt mal so, als ob das deine linke Seite wäre), so dass dein Körper jetzt auf die linke Hand und die linke Fußaußenkante gestützt ist.
  • Deinen rechten Fuß legst du auf deinen linken.
  • Drücke dein Becken hoch und strecke den rechten Arm nach oben.

Diese Übung sieht einfacher aus als sie ist ...  Etwas weniger Gleichgewichtsgefühl erfordert die Variante im Unterarmstütz, die du hier im Video siehst:

Es hilft dir auch, wenn du verstärkt in deine kürzere Seite hineinatmest und sie dadurch weitest.

Auch die Inversionsbank kann bei Skoliose gute Dienste leisten.

Rückenfit in 2 Minuten

Hol dir hier meine kleine Übungsreihe für einen gesunden und starken Rücken und du wirst:

  • Schnell deine Rückenschmerzen reduzieren
  • Ab morgen mit einer komplett neuen Energie durchs Leben gehen
  • Und das innerhalb von 2 Minuten !

5. Sonstige Rückenschmerzen

Hier versuche ich einmal die Rückenprobleme aufzulisten, die nicht so richtig in die vorhergehenden Kategorien einzuordnen sind.

Denn manchmal werden Rückenprobleme nicht durch die Wirbelsäule selbst bzw. die umgebende (Rumpf-)Muskulatur verursacht, sondern durch weiter entfernt liegende Störungen, z.B. durch innere Organe. Oder durch andere Ursachen, die einfach unklar bzw. unerkannt sind

Oft verbirgt sich hinter manchen sogenannten Krankheiten auch einfach nur eine Verlegenheitsdiagnose - der Arzt weiß dann also auch nicht, was du hast, gibt dem ganzen aber einen schönen Namen ...

Das dumme bei den folgenden Punkten ist nämlich, dass oft keiner darauf kommt, dass deine Rückenschmerzen daher stammen könnten. Deshalb ziehe auch diese Tipps in Betracht, vor allem wenn du schon jahrelang an Rückenschmerzen leidest und niemand etwas findet.

Vielleicht hilft es dir, die wirkliche Ursache zu finden - denn dann kann man deine Schmerzen natürlich viel besser behandeln.

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5.1 Rückenschmerzen durch entfernte Fehlstellungen

Rückenschmerzen können auch durch weit vom Ort des Schmerzes entfernt liegende Probleme im Stütz- und Bewegungsapparat ausgelöst werden (s. auch Punkt 5.10).

Das passiert einerseits über die Körperstatik. Andererseits ist ja jeder Körperteil auch irgendwie mit den anderen verbunden, sei es durch das Bindegewebe (Faszien), das Nervensystem oder auch bioenergetisch.

So kann beispielsweise eine Verletzung im Knie durch ein verändertes Gehverhalten zu Rückenschmerzen führen.

Eine Beinlängendifferenz oder ein Beckenschiefstand bewirken, dass die Wirbelsäule aus dem Lot gerät - was auf Dauer zu Schmerzen im Rücken führen kann.

Gleiches kann durch eine Fehlstellung der Beine (X- und O-Beine) oder der Füße (Platt-, Senk-, Spreiz-, Knickfuß etc. ) auftreten.

Wenn bei dir so eine Fehlstellung bekannt ist, kannst du sie in den meisten Fällen durch körperliches Training gut verbessern.

Und keine Panik - kleinere Asymmetrien sind völlig normal. Auch ein Adonis ist nicht völlig symmetrisch ...

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5.2 Unfall, Sturz, Verletzung

Obwohl man denken sollte, dass hier die Ursache offensichtlich wäre - es ist durchaus nicht immer so ...

So ist meine Mutter einmal ziemlich schwer gestürzt und verletzte sich dabei das Knie. Erst viel später bekam sie heftige Bauch- und Rückenschmerzen, die sie nicht mit dem Sturz in Verbindung brachte, denn dabei hatte sie sich ja "nur" das Knie verletzt.

Monatelang war sie in Behandlung bei mehreren Ärzten und Therapeuten und lag sogar im Krankenhaus. Trotz unzähliger Untersuchungen wurde die Ursache nie gefunden. Erst nach etwa 1 Jahr ging es ihr wieder besser.

Erst im Nachhinein fiel ihr der Sturz wieder ein, den sie inzwischen für die Ursache des ganzen Dilemmas hält. Ob er es wirklich war ?  Wir werden es nie erfahren ...

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5.3 Scheuermann-Krankheit

Der Morbus Scheuermann beginnt meist im Jugendalter und wird als Wachstumsstörung bezeichnet.

Häufigstes Merkmal ist eine Hyperkyphose, also ein Rundrücken. Insofern kann man die Scheuermann-Krankheit auch zu den BWS-Schmerzen oder den spezifischen Rückenschmerzen zählen.

Doch ist die Ursache unbekannt. Angenommen wird eine schlechte, nämlich krumme Haltung bei der die Wachstumszonen der Wirbelkörper beschädigt werden. Insofern wäre der Scheuermann also ein ganz "normaler" Rundrücken - der nur leider gerade in einer sensiblen Wachstumsphase besonderen Schaden anrichtet.

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5.4 Morbus Bechterew

Der Morbus Bechterew gehört zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und betrifft vor allem die kleinen Wirbelgelenke. Auch hier kommt es mit zunehmendem Krankheitsverlauf häufig zu einem ausgeprägten Rundrücken. Die Erkrankung ist, wenn erst einmal erkannt, ebenfalls ein spezifischer Rückenschmerz.

Obwohl auch hier die Ursache nicht bekannt ist. Warum kommt es denn zu den Entzündungen ?  Es wird vermutet, dass eine Störung im Stoffwechsel oder Immunsystem zugrunde liegt.

Auffällig ist jedenfalls, dass ein Großteil der Patienten auch an Entzündungen des Dickdarms leidet. Wird hier etwa Ursache und Wirkung verwechselt ?  "Der Tod sitzt im Darm" ...

Bei Morbus Bechterew ist eine Rückengymnastik sehr wichtig, um eine fortschreitende Versteifung zu verhindern. Und sehr wahrscheinlich hat auch eine gesunde Ernährung einen positiven Einfluss auf die Krankheit.

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5.5 Fibromyalgie, Weichteilrheumatismus, Rheuma

Fibromyalgie, Weichteilrheumatismus und Rheuma sind Bezeichnungen von entzündlichen wie auch nicht-entzündlichen Schmerzzuständen mit letztlich ungeklärter Ursache. Es sind eher Sammelbegriffe für Schmerzen in Rücken und Gelenken, die oft auch hin- und herwechseln.

Dazu kommen oft eine Reihe weiterer Symptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Reizdarm, ...

Die Ursachen der Entzündungen und Schmerzen werden in Stoffwechsel und Immunsystem vermutet.

Vermutlich ist so ein Zustand nicht zuletzt Ausdruck eines ungesunden Lebensstils und -umfeldes: Schlechte Ernährung, zuviel (psychosozialer) Stress, fehlende oder falsche Bewegung, Umweltgifte ...

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5.6 Internistische Erkrankungen

Manchmal sind Rückenschmerzen auch das kleinere Problem - nämlich, dann wenn sie von Erkrankungen der inneren Organe ausgelöst werden. Sie sind dann das Symptom einer viel bedrohlicheren Krankheit.

So kann in seltenen Fällen ein Tumor Ursache für Rückenschmerz sein.

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), des Rippenfells oder des Nierenbeckens können sich ebenfalls durch Rückenbeschwerden bemerkbar machen. Auch Gallen- oder Nierensteine können kolikartige Schmerzen im Rückenbereich auslösen. Ebenso werden Schmerzen durch Herz- oder Lungenkrankheiten manchmal in den Rücken projiziert.

Oft treten die Symptome im Rücken auch schon lange vorher auf und werden als Problem im Bereich der Wirbelsäule erfolglos behandelt - bis dann die wirkliche Ursache ganz akut hervorbricht und die Lage eskaliert. Hier ist dann schnellstens ärztliche Hilfe notwendig.

Deshalb sag ich ja auch immer - geh erstmal zum Arzt. Sicherheitshalber.

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5.7 Borreliose

Auch die durch Zeckenbiss übertragene Infektionskrankheit Borreliose kann sich neben vielen anderen Symptomen durch Schmerzen im Rücken äußern. Nur ist die Borreliose sehr schwer zu diagnostizieren ...

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5.8 Rückenschmerzen vom Darm

Dass Übergewicht für Wirbelsäule und Rücken eher ungünstig sind, ist ja den meisten bekannt. Nicht jedoch, dass auch der Darm Rückenprobleme bereiten kann. Natürlich hängt beides unmittelbar zusammen.

Durch zuviele und meist noch ungesunde Nahrungsmittel ist der Darm überlastet. Es kommt zu Verstopfung, Divertikeln und Darmerweiterung. Der Darm erschlafft, die Darmtätigkeit kommt zum Erliegen. Abhilfe schafft hier natürlich nur eine Ernährungsumstellung.

Lies dazu mehr in meinem Artikel Kreuzschmerzen durch dicken Bauch.

Auch ein sogenannter Reizdarm führt oftmals zu Rückenschmerzen.

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5.9 Psychische Belastungen

Dieses ist freilich ein weites Feld. Doch mittlerweile ist unumstritten, dass die Psyche eine große Rolle bei körperlichen Erkrankungen spielt - nennt sich Psychosomatik.

Stress, Ängste und Sorgen erhöhen den Spannungszustand deiner Muskulatur, verschlagen dir den Atem, lassen das Blut in deinen Adern stocken ...

Durchforste dahingehend einmal dein Leben, deinen Alltag und dich selbst. Wie reagierst du auf die verschiedenen Umstände und Situationen ?  Das geschieht oftmals unbewusst, also sieh genau hin. Und dann ändere dein Verhalten oder triff Gegenmaßnahmen

Kleiner Tipp: Entspannungsverfahren*, rechtzeitige Pausen und genügend Schlaf können helfen - genauso wie eine kleine Portion Gelassenheit, Optimismus* und gute zwischenmenschliche Beziehungen.

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5.10 Zähneknirschen, Zahnfehlstellungen, Kieferprobleme

Das weit verbreitete Zähneknirschen (Bruxismus) ist übrigens schon mal ein Ausdruck von Punkt 5.9, also von Stress. Es ist im Grunde eine Verarbeitung von seelischen Belastungen. Man verarbeitet so förmlich seine Probleme, vor allem nachts im Schlaf indem man "die Zähne zusammenbeißt" oder "das Problem durchkaut" bzw "sich durchbeißt".

Durch diese kraftvolle Arbeit der Kaumuskulatur nutzen sich nicht nur die Zähne ab, auch die Kiefermuskulatur verspannt. Das kann sich bis zur Nackenmuskulatur fortsetzen, die aufgrund ihrer Verspannung dann Nacken- und Kopfschmerzen auslösen kann.

Helfen kann da natürlich in erster Linie der Abbau von Stress. Außerdem kannst du deine Kiefermuskulatur durch Selbstmassage und Dehnungen entspannen.

Übrigens, meine Erfahrung: Rückenschläfer schnarchen, Bauchschläfer knirschen ... 

Ebenso soll eine Zahnfehlstellung Rückenschmerzen begünstigen können. Gleiches vermutet man von Fehlfunktionen im Kiefergelenk, was dann CMD (Craniomandi-buläre Dysfunktion) genannt wird. Da muss dann wohl der Zahnarzt ran ...

Was tun bei Rückenschmerzen, wenn du selber nicht weiterkommst ?

Ich habe meine Rückenprobleme damals selber in den Griff gekriegt. Klar, ich bin Sportlehrer und habe vermutlich schon von daher mehr Fachwissen, Körpergefühl und Bewegungserfahrung als du. Aber es hat mich dennoch viel Zeit und Mühe gekostet, ein funktionierendes Konzept und die richtigen Übungen zu finden.

Möglicherweise gelingt es dir nun nicht so wie mir, deine Rückenprobleme loszuwerden oder deine Schmerzen sind einfach zu stark oder du hast sie schon zu lange sich "einnisten" lassen. Dann kann es notwendig sein, die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch zu nehmen.

Doch lass mich dir gleich sagen: Ein Therapeut kann dir nur anfangs helfen, danach ist deine Initiative gefragt. Sieh ihn nur als Starthilfe und mach dann selber weiter.

Gib auch nicht sofort auf, wenn es mit dem ersten Therapeuten nicht gleich klappt - es gibt gute und schlechte. Suche weiter ...

Und es gibt durchaus auch mehr Therapierichtungen als ich hier aufzeige.

Und wenn es etwas kostet und die Kasse nicht zahlt ?  Jo mei - ist dann halt so. Verlasse dich bloß nicht zu sehr auf unser Gesundheitssystem und auf die Krankenkassen. Verfalle nicht der üblichen Vollkasko-Mentalität. Gesund wirst du nur durch Eigenverantwortung !

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Rückenschmerzen - Was tun ?  Gehe zum Arzt

Toller Tipp ...  Da wärst du jetzt nicht von selbst drauf gekommen, oder ?

Zum Arzt zu gehen, wird dir bei Rückenschmerzen vermutlich nicht groß weiterhelfen. Aber guck dir nochmal Punkt 5.6 an. Es geht eben auch darum, erstmal etwas anderes auszuschließen.

Außerdem kann dir der Arzt bei ganz starken Schmerzen Linderung verschaffen und dich zum Facharzt überweisen, dir Physiotherapie verschreiben etc. Die eigentlich für Rückenschmerzen zuständigen Ärzte sind Orthopäden oder auch Neurologen. Kann man bestimmt auch gleich hingehen, ohne Überweisung.

Auf jeden Fall frage deinen Arzt aus. Solange bis du es verstanden hast. Denn die Ärzte erzählen dir gern etwas hochtrabendes, wissenschaftliches  - und du verstehst kein Wort. Und dann überlege selber, mach dich weiter schlau ...

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Rückenschmerzen - Was tun ?  Gehe zur Physiotherapie

Physiotherapeuten verfügen über eine Menge praktisches Wissen über den menschlichen Körper und haben auch jede Menge hilfreicher Verfahren und Übungen auf Lager. Und sie arbeiten viel mit Bewegungen - das was dir am besten weiterhelfen kann.

Konsumiere dort nicht nur - arbeite mit. Stell auch dort deine Fragen, sei neugierig, lernbegierig, lass dir Übungen für zuhause zeigen ...  Und die machst du zuhause auch dann weiter, wenn die Therapie vorbei ist.

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Rückenschmerzen - Was tun ?  Gehe zu einem Manualtherapeuten

Manualtherapeuten sind Therapeuten, die versuchen allein mit ihren Händen zu heilen - manchmal sanft und manchmal mit einem Ruck. 

Es gibt Ärzte, die darin ausgebildet sind und dann die Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin/Chirotherapie führen. Oft sind das Orthopäden - sehr sinnvolle Kombination.

Daneben gibt es noch die Chiropraktiker und die Osteopathen. Die Chiropraktiker sind mehr die "Knochenbrecher", die Osteopathen mehr die "Knochenstreichler". Beide können mit guten Erfolgen aufwarten ... durchaus einen Versuch wert.

Ich persönlich habe mit manuellen Therapien sehr gute Erfahrungen gemacht.

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Rückenschmerzen - Was tun ?  Gehe zum Rolfing

Rolfing wird auch als Strukturelle Integration bezeichnet. Diese Therapieform behandelt vor allem die Faszien. Faszien, wie auch Muskeln, spielen in der Schmerzwahrnehmung eine besondere Rolle. 

Rolfing, im Prinzip eine Art Bindegewebsmassage, löst Verklebungen und Verspannungen und erhöht die eigene Körperwahrnehmung. Es hilft besonders gut bei chronischen Rückenschmerzen und schlechter Körperhaltung.

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Rückenschmerzen - Was tun ?  Lass dich schröpfen

Eine recht unbekanntes Heilverfahren ist das Schröpfen. Und das, obwohl es eine uralte Heilmethode ist. Vor allem die Schröpfmassage soll in vielen Fällen gut gegen Rückenschmerzen helfen.

Schröpfmassage bieten vor allem Heilpraktiker an. Man kann sie aber sogar zuhause selbst durchführen, wenn man einen Partner dazu hat:

  1. Haut einölen
  2. Schröpfglas anbringen (aufsetzen und pumpen bis ein leichter Unterdruck entsteht)
  3. Schröpfglas über den Rücken ziehen

Und so geht`s:

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Rückenschmerzen - Was tun ?  Wirbelsäulen-OP nur im Notfall

Wenn du wirklich so gut wie alles durch hast und wirklich gar nichts hat dir geholfen, aber wirklich erst dann, kannst du auch eine Wirbelsäulen-OP in Betracht ziehen.

Ich persönlich würde alles Menschenmögliche tun, bevor ich mich einer Operation unterziehen würde.

Eine OP ist nicht mehr rückgängig zu machen !

Na klar, wenn du einen Unfall mit Wirbelbruch hattest, bei dir tatsächlich ein Nerv eingeklemmt ist oder du ein ganz spezielles unaufhaltsames Rückenleiden hast, dann bleibt dir nichts weiter übrig als eine OP.

Und in echten Notfällen sind unsere Ärzte ja sehr gut.

Doch das sind ja die allerwenigsten Fälle. Viele Menschen vertrauen zu sehr auf die Ärzte und das Gesundheitssystem und lassen sich vorschnell zu einer OP bewegen. Es wird geschätzt, dass ca. 50% aller Wirbelsäulen-OP`s und sogar 90% aller Bandscheiben-OP`s überflüssig sind.

Bei einer OP wirst du aufgeschnitten, in dir wird irgendetwas weggeschnitten, etwas künstliches angeschraubt ...  Meist auch noch unter Vollnarkose, aus der ganz nebenbei bemerkt 43.000 Menschen in Deutschland nicht mehr aufwachen.

Was bei einer OP passiert ist, kaum mehr rückgängig zu machen. Es entsteht in jedem Falle ein "Flurschaden". Größere Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, Infektionen oder sogar eine Querschnittslähmung sind natürlich auch nicht ausgeschlossen.

Diverse Medizin-Foren und Facebook-Gruppen sind voll von Klagen über eine missglückte Wirbelsäulen-OP. Der Fairness halber will ich natürlich auch erwähnen, dass man von denjenigen, bei denen alles gut ging, selten etwas hört. Das Negative verbreitet sich eben irgendwie immer schneller.

Doch der entscheidende Fakt ist: In vielen Fällen hilft eine Wirbelsäulen-OP nicht. Und das hat überhaupt nichts mit der Fähigkeit des Chirurgen zu tun, sondern damit, dass die Vorstellung "den Schmerz einfach wegschneiden" zu können, völlig falsch ist.

Wenn ich einen Bandscheibenvorfall wegschneide, ist die Ursache ja nicht beseitigt. Und so ist der nächste bereits vorprogrammiert ...

Wenn du nun um eine Operation nicht herumkommst oder partout eine willst (ja, manche Patienten bestehen förmlich darauf), dann empfehle ich dir eine sogenannte minimalinvasive OP. Denn dort sind die Risiken am geringsten. Und natürlich sollte die OP ein renommierter Wirbelsäulenspezialist durchführen.

Was tun gegen Rückenschmerzen ?  Handeln !

Okay, was tust du nun gegen deine Rückenschmerzen ?

Da du sicher weder in der Hölle - äähhh, in der Schmerzspirale mein ich - noch auf dem OP-Tisch landen willst, setzt du nun als erstes alle Tipps aus diesem Artikel um, die auf dich zu treffen. In den allermeisten Fällen sind die körperlichen Übungen gegen Rückenschmerzen das beste Mittel - also mach sie.

Außerdem lädst du dir meine kleine Übungsreihe für jeden Tag runter und meldest du dich zu meinem Rückenfit-Newsletter an. Dort bekommst du regelmäßig noch viel mehr Tipps gegen deine Rückenschmerzen.

Und dann holst du dir dein schmerzfreies, energiegeladenes Leben wieder zurück. Auf geht`s !

Alles, was ein gesunder Rücken braucht

Trag dich hier in meinen Rückenfit-Newsletter ein und erhalte regelmäßig Tipps dazu, wie du deine Rückenschmerzen loswerden und dir einen starken Rücken aufbauen kannst.

Außerdem erhältst du meine kleine Übungsreihe dazu.

Kein Spam. Kein Bullshit. Jederzeit abmeldbar.

Diplom-Sportlehrer Kay Jurthe

Autor:

Hallo, ich bin Kay Jurthe. Ich bin Diplom-Sportlehrer, Fitnesstrainer und auch Yogalehrer.

Rückenschmerzen hatte ich auch mal - weg sind sie ...

Hier auf meinem Blog zeige ich dir, wie das auch für dich funktionieren kann.

Mehr guter Stoff für einen schmerzfreien Rücken:

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2 thoughts to “Alles über Rückenschmerzen – Und was du dagegen tun kannst”

  1. Hallo Kay,

    ein super Artikel, der alles auf den Punkt bringt! Sehr umfangreich. Du hast ja wirklich scheinbar alles erwähnt, was so in Frage kommen kann.

    Beste Grüße,
    Gerd

    1. Hi Gerd,

      ich hab mir Mühe gegeben, einen umfassenden Überblick über alle Arten von Rückenschmerzen zu erstellen. Und möglichst hilfreiche Informationen gleich dazu.
      Hab ich irgendwas vergessen ? Dann sag bescheid, ich ergänze es gern.

      Beste Grüße
      Kay

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