Warum psychische Belastungen wie Liebeskummer auch die Physis beeinflussen

psychische Belastungen durch Liebeskummer

Psychische Belastungen wirken sich früher oder später auch auf den Körper aus.

Auch Rückenschmerzen haben nicht immer nur körperliche Ursachen.

Sehr oft ist auch ihre Entstehung mit psychischen Belastungen verbunden.

Und weil Rückenprobleme eben durchaus auch vom Gemütszustand ausgehen können, beleuchten wir heute einmal die psychischen Ursachen von körperlichen Problemen etwas näher.

Ich wähle dazu einen psychischen Zustand aus, den wir (leider) wohl alle kennen: den Liebeskummer.

Der Liebeskummer ist eine besonders intensive psychische Belastung – deshalb treten hier die Auswirkungen auf den Körper auch besonders stark zutage.

Wenn du Liebeskummer hast, möchtest du dich am liebsten in eine dunkle Ecke verkriechen. Anfangs hast du zu nichts mehr Lust, fühlst dich müde und schlapp. Deine psychische Verfassung ist auf dem Tiefpunkt angelangt, jeder Schritt ist dir zu viel. Da sich der Trennungsschmerz auch auf die Physis auswirkt, steht dessen Bewältigung an erster Stelle.

Bereits seit den 1990er Jahren versuchen Forscher herauszufinden, warum ein gebrochenes Herz häufig physische Schmerzen nach sich zieht.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Erkrankt ein Mensch aufgrund von Liebeskummer am Herzen, nennen die Fachleute es das Broken-Heart-Syndrom. Das ist ein Krankheitsbild, mit dem sich insbesondere Kardiologen, also Herzspezialisten, beschäftigt.[1]

Bei schweren Verlusten, Trennungen und psychischer Belastung kann eine sogenannte Stress-Kardiomyopathie auftreten. Sie ähnelt tatsächlich einem Herz-infarkt und äußert sich durch ähnliche Symptome - du fühlst Schmerzen in der Brust, dein Herz krampft sich zusammen, das Atmen fällt schwer ...

Hast du starken Liebeskummer, ist nicht – wie sonst der Fall – eine verschlossene Ader an den Herzproblemen schuld, sondern eine Funktionsstörung des Herzmuskels durch eine stressbedingte Verengung der Herzkranzgefäße.

Das Broken-Heart-Syndrom betrifft überwiegend ältere Frauen

Das Broken-Heart-Syndrom findet sich vor allem bei älteren Frauen. Dabei spielen auch andere psychische Belastungen als nur Liebeskummer eine Rolle. Denn durch die Trennung oder durch den Tod des Partners geraten diese oft existenziell in Not oder sie verlieren ihren sozialen Status.

Besonders wenn der Partner zum Lebensmittelpunkt gemacht wurde, ist die Trennung äußerst schmerzlich und das Broken-Heart-Syndrom kann ganz plötzlich auftauchen.

Das Feststellen der Ursache ist nicht immer ganz einfach, denn das Syndrom taucht auch im Zusammenhang mit sehr starken körperlichen Schmerzen, die psychischen Stress verursachen, oder nach körperlicher Belastung auf.

Das Phänomen ist allerdings eher selten - seit 1990 wurden in einem internationalen Register 1.700 Fälle gesammelt.

Liebeskummer kann sich auf den Blutdruck auswirken

Weitaus häufiger kommt es vor, dass psychischer Stress wie eine Trennung verbun-den mit Liebeskummer den Blutdruck nach oben treibt. Die extremen psychischen Belastungen können gewaltige Auswirkungen auf dein Herz-Kreislauf-System haben.

Doch nicht nur das. Liebeskummer kann auch noch viele weitere Beschwerden nach sich ziehen wie z.B.:

  • Verspannungen
  • Bauchschmerzen
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • Schlaflosigkeit
  • verminderte Leistungsfähigkeit

Physische Störungen aufgrund von Liebeskummer sind nur wenig untersucht

Durch einige Experimente in den Vereinigten Staaten von Amerika fanden Wissenschaftlicher heraus, dass soziale Zurückweisung und seelischer Schmerz ähnliche Körperregionen wie körperlicher Schmerz aktivieren.[2]

Auch wurde herausgefunden, dass Verliebtheit wie eine Droge wirkt. Wird man nun von dem geliebten Menschen verlassen, ist man quasi wie auf Entzug.[3]

Leider ist Liebeskummer an sich kaum erforscht. Sicher ist, Langzeitfolgen sind nur schwer nachweisbar. Wird der Liebeskummer nicht bewältigt, bleiben oftmals Depressionen und Selbstmordgedanken. Ist dies der Fall, solltest du in jedem Fall bei einem kompetenten Therapeuten oder Psychiater Hilfe suchen.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, versuche deinen Liebeskummer so schnell wie möglich zu überwinden.

Der Kummer, der nicht spricht, nagt am Herzen, bis es bricht.

Shakespeare

(engl. Schriftsteller)

Klar, eine bestimmte Zeit lang ist das Ausleben der Trauer vollkommen in Ordnung. Doch dann ist es an der Zeit, den Verlust zu verarbeiten und wieder zu sich selbst zu finden. Dabei helfen Männern und Frauen unterschiedliche Strategien. Frauen hilft es darüber zu reden, während Männer sich gern in neue Abenteuer stürzen, um den Verlust möglichst schnell zu kompensieren.

Wie auch immer - du darfst niemals in der Opferrolle bleiben. Als Opfer suchst du die Schuld immer bei dem anderen und schiebst du die Verantwortung für dein Leben weg. Du bist der Gestalter deines Lebens, also Kopf hoch und weiter geht`s !

Psychische Belastungen machen physische Verspannungen - und die sorgen für Rückenschmerzen

Gut, und wieso können nun Rückenschmerzen durch psychische Belastungen auftreten ?  Nun, weil der Mensch eine sogenannte bio-psycho-soziale Einheit ist.

Dein körperliches Befinden, deine Biologie, wirkt auf deine Psyche ein - und umgekehrt. Deine Psyche, deine Stimmung, dein Verhalten wirkt auf deine soziale Umgebung ein - und umgekehrt. Alles interagiert mit allem ...  Das macht das Leben so komplex und spannend.

Auf Rückenschmerzen bezogen, kann man den Zusammenhang so erklären:

Bei psychischen Belastungen treten oft auch Verspannungen auf. Das heißt konkret, die Muskulatur verspannt sich.

Bei Liebeskummer lässt man sich sehr häufig "hängen", die Körperhaltung sackt zusammen und die Schultern werden hoch- und vorgezogen, um das verletzte Herz zu schützen. Dadurch verspannt sich die Trapez- und die Brustmuskulatur und das verursacht auf die Dauer Kopf-, Nacken-, Schulter- und obere Rückenschmerzen.

Bei Stress hingegen verspannt man oft auch noch die Muskulatur im Becken- und Lendenwirbelbereich, was zu unteren Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden oder zum ISG-Syndrom führen kann.

Diese Mittel können Abhilfe bei psychischen Belastungen schaffen:

  • idealerweise die Bereinigung der auslösenden Umstände
  • eine gelassene Einstellung, ein "dickes Fell"
  • gezielte Rückenübungen, besonders Dehnübungen
  • Sport im allgemeinen
  • Massagen
  • Entspannungsmethoden (PMR, Autogenes Training, Meditation)
  • Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins
  • eine optimistische, eigenverantwortliche Lebenseinstellung

Auch wenn diese Methoden nicht unbedingt immer sofort wirken, lohnt es sich doch, sich mittelfristig auf die eine oder andere zu fokussieren - der nächste Liebeskummer kommt bestimmt ...

Und Stress ist heute ja sowieso allgegenwärtig. Wer lernt damit umzugehen, kann psychische Belastungen wie Angst, Sorge oder Druck um ein Vielfaches reduzieren und sich so seine Gesundheit erhalten.

Wenn du verstehst, dass der Mensch nicht nur ein physischer Körper, sondern eine bio-psycho-soziale Einheit ist, dann weiß du auch, wieso Liebeskummer Rückenschmerzen machen kann.

Achte also auf deinen Körper, auf deinen Geist und auf deine Umgebung - und beeinflusse diese 3 Dinge möglichst positiv. Dann wird es dir (immer) gut gehen ...

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Diplom-Sportlehrer Kay Jurthe

Autor:

Hallo, ich bin Kay Jurthe. Ich bin Diplom-Sportlehrer, Fitnesstrainer und auch Yogalehrer.

Rückenschmerzen hatte ich auch mal - weg sind sie ...

Hier auf meinem Blog zeige ich dir, wie das auch für dich funktionieren kann.

Disclaimer: Bitte bedenke, dass ich kein Arzt bin, sondern Sportwissenschaftler. Deshalb kann ich auch keinerlei Haftung oder Erfolgsgarantie übernehmen und empfehle dir immer, einen Arzt zu konsultieren.

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Bilder: pixabay.com, Kay Jurthe

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