5 Lebensmittel, die eine Entzündung der Wirbelsäule lindern können

Entzündung Wirbelsäule

Eine Entzündung der Wirbelsäule ist zum Glück ein recht seltenes Krankheitsbild.

Dennoch können sich entzündungs-fördernde Faktoren auch negativ auf Rückenschmerzen auswirken.

Viele Faktoren können chronische Entzündungen verursachen.

Am bekanntesten sind schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, Stress, Nahrungsmittelunverträglich-keiten, Umweltgifte und Infektionen (bakteriell oder viral).

Die Mehrzahl dieser Ursachen kann durch einfache Änderungen des Lebensstils rückgängig gemacht werden.

Eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielfalt an Vitaminen und Nährstoffen kann Rückenprobleme reduzieren, indem Knochen, Muskeln, Bandscheiben und andere Strukturen rund um die Wirbelsäule gepflegt werden.

In diesem Artikel findest du Informationen und Tipps wie deine Ernährung die Gesundheit deiner Wirbelsäule beeinflusst.

Der heutige Beitrag ist ein Gastartikel von Martin Krowicki und Martin Auerswald. Sie sind studierte Biochemiker und Sportwissenschaftler und betreiben die Gesundheits-Plattform SchnellEinfachGesund und sind öfters auf Primal-State vertreten.

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Entzündungen der Wirbelsäule

Entzündungen der Wirbelsäule sind im Gegensatz zu den häufig vorkommenden unspezifischen Rückenschmerzen unterer Rücken recht selten. In West- und Nordeuropa treten jährlich ca. 5 - 20 neue Erkrankungen pro 1 Million Personen auf.

Zwei häufige Entzündungen sind:

  • Spondylodiszitis (Entzündung der Bandscheibe)
  • Spondylitis (Entzündung bzw. Eiterung oft auch inkl. Bandscheibe)

Wie entsteht eine Entzündung an der Wirbelsäule ?

Entzündungen der Wirbelsäule entstehen wie die meisten Infektionen durch feindliche Erreger, die das Immunsystem überlisten. Mögliche Erreger sind Bakterien, Pilze oder auch Parasiten (z.B. nach OPs). Meistens handelt es sich um eine bakterielle Infektion.

Ursachen dafür, dass sich bakterielle Erreger an und um die Wirbelsäule ansiedeln können, sind sehr unterschiedlich und oft multifaktoriell:

  • hohes Alter
  • Diabetes mellitus
  • metabolische Störungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • schlechte Ernährung
  • mangelnde Bewegung und Durchblutung des umliegenden Gewebes

Man geht davon aus, dass eine entzündungsförderliche Ernährung die Entstehung der Erreger in der Wirbelsäule begünstigen kann.

Therapie bei Wirbelsäulenentzündungen

Die meisten Menschen, die unter einer Wirbelsäulenentzündung leiden, sind älter als 50 Jahre. Bei einem schlechten Gesundheitszustand werden konservative Therapiemethoden vorgezogen. Ein gängiges Mittel sind Orthesen, wodurch eine Verteilung der Lasten auf die nicht betroffenen Wirbelsäulenareale erfolgt. Dadurch wird eine Entlastung der entzündeten Wirbelkörper erzielt.

Bei schwerwiegenden Entzündungen der Wirbelsäule, die zum Beispiel durch neurologische Störungen gekennzeichnet sind, wird eine operative Therapie herangezogen. In diesem Falle wird der Infektionsherd operativ von Keimen befreit und stabilisiert.

Die Wirkung von Ernährungsumstellungen als begleitende Maßnahme ist wissenschaftlich bisher nicht untersucht wurden. Jedoch ist eine schlechte Ernährung in den meisten Quellen als Risikofaktor für Wirbelsäulenentzündungen angegeben.

Von daher gehe ich davon aus, dass eine entzündungshemmende Ernährung bei Entzündungen der Wirbelsäule präventiv wirksam sein kann.

Um einem solchen Erkrankungsbild vorzubeugen, findest du hier 5 Lebensmittel, die Entzündungen lindern können.

5 Lebensmittel, die (Wirbelsäulen-)Entzündungen lindern können

Im folgenden Abschnitt stelle ich dir fünf effektive Lebensmittel gegen chronische Entzündungen vor.

Im Allgemeinen werden diese Lebensmittel empfohlen, da sie entzündungshemmende Bestandteile enthalten. Dazu zählen:

  • Omega-3-Fettsäuren
  • Ballaststoffe
  • Vitamine* (besonders Vitamin D und Vitamin E)
  • Mineralstoffe (Magnesium, Eisen, Kalzium)
  • sekundäre Pflanzenstoffe (Allicin, Curcumin) und
  • ätherische Öle (Gingerol)

1. Fetthaltiger Fisch

Fisch kann Entzündung der Wirbelsäule lindern

Tierische Omega-3-Fettsäuren finden sich in fettem Seefisch, wie z.B. Lachs, Dorsch oder Kabeljau.

Omega-3-Fettsäuren* können Entzündungen auf hormoneller Ebene entgegenwirken und sind daher sehr wichtig.

Die Fettsäuren EPA und DHA senken unser Cholesterin und schützen unsere Stoff-wechselfunktionen. Da auch unser Rückenmark aus Omega-3 besteht, sind diese Fettsäuren auch gut für deine Wirbelsäule und wirksam gegen mögliche Entzündungen.

2. Grünes Gemüse

Grünes Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli oder Spinat enthalten eine Vielzahl an

Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

In diesen Gemüsesorten ist besonders viel Vitamin K* enthalten.

Dieses Vitamin reduziert Entzündungen im Körper und stärkt deine Knochen und die Wirbelsäule.

Häufig noch unterschätzt, aber unerlässlich sind die sekundären Pflanzenstoffe.

Brokkoli hilft gegen chronische Entzündungen

Sekundäre Pflanzenstoffe* wie das Sulforaphan aus Brokkoli, Quercetin aus Spinat oder Kaempferol aus Grünkohl sind effektive Mittel gegen Entzündungen.

3. Ingwer

Die ätherischen Öle (z.B. Gingerol) wirken stark antioxidativ, d.h. sie bekämpfen freie Radikale im Körper und aktivieren Enzyme, die freie Radikale abbauen.

Ätherische Öle sind die Waffen, die Pflanzen gegen Bakterien und Viren bilden. Diese Wirkung entfalten sie auch im menschlichen Körper. Ingwer wirkt desinfizierend, sowohl bei äußerlichen Wunden als auch innerlich, zum Beispiel bei Entzündungen im Körper. Eine positive Wirkung bei Spondylodiszitis oder Spondylitis ist daher auch wahrscheinlich.

4. Kurkuma

entzündungshemmemndes Lebensmittel Kurkuma

Kurkuma* enthält einen ganz besonderen sekundären Pflanzenstoff namens Curcumin.

Curcumin ist eines der stärksten Antioxidantien, die es gibt.

Die antioxidativen und anti-entzündlichen Eigenschaften dieses Pflanzenstoffes schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Kurkuma so wirksam bei unterschiedlichen neuronalen, kardiovaskulären, metabolischen und autoimmunen Erkrankungen ist. Die ätherischen Öle im Kurkuma wirken ebenfalls gegen Entzündungen.

5. Knoblauch

Knoblauch hat eine interessante Schwefelverbindung namens Allicin in sich. Diese hemmt nämlich sehr effektiv die absolute Schaltzentrale bei der Entstehung von Entzündungen: Das NLRP3-Inflammasom.

Die Schwefelstoffe erhöhen ebenfalls die Viskosität des Blutes und wirken Entzündungen entgegen, indem sie den Nährstofftransport (zur Wirbelsäule) erhöhen.

Knoblauch ist überdies sehr stark antibakteriell, was auch auf die Schwefelverbindungen zurückzuführen ist.

Weitere Lebensmittel, die chronische Entzündungen lindern können

Welche Lebensmittel solltest du meiden ?

Es gibt Lebensmittel, die Entzündungen begünstigen können. Dazu zählen zum größten Teil industriell verarbeitete Nahrungsmittel:

  • verarbeitetes Fleisch (z.B. Wurst)
  • zuckerhaltige Getränke
  • Süßigkeiten
  • frittierte Lebensmittel
  • Weißmehlprodukte (Gluten)
  • Sojaprodukte
  • zu viel Alkohol

Im Allgemeinen sollte die Ernährung sehr ausgewogen sein und tendenziell weniger Kohlenhydrate enthalten. Auch wenn unser Körper eine gewisse Menge an Kohlenhydraten benötigt, zeigen Studien, dass sie Entzündungen begünstigen können.

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Weitere Faktoren, die entzündungshemmend wirken

Unser Körper ist ein multifunktionales Meisterwerk und daher nicht allein von unserer Ernährung abhängig. Wenn du auf einen ganzheitlich gesunden Lebensstil achtest, dann bist du gegen Entzündungen der Wirbelsäule gut gewappnet:

  • Nichtraucher
  • Stress reduzieren
  • Körperliche Bewegung
  • Aufenthalt im Freien (Sonnenlicht und Vitamin D-Produktion)

Als Sportwissenschaftler sehe ich auch besonders körperliche Aktivität als effektives Mittel für eine gesunde Wirbelsäule.

Die Kräftigung der Rückenmuskulatur wird in Verbindung mit der Mobilisierung aller Wirbelsäulenareale den Stoffwechsel rund um die Wirbelsäule positiv beeinflussen und wirkt daher protektiv gegen Entzündungen.

Über den Autor:

Martin Krowicki ist studierter Sportwissenschaftler und arbeitet als Gesund-heitscoach für Unternehmen. Er will sein Umfeld dazu motivieren, mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.

Deshalb schreibt er unter anderem auf SchnellEinfachGesund.de über die Einfachheit eines gesunden Lebensstils. Weitere Artikel von ihm findest Du im Magazin Metal Health Rx und auf myProtein.

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  • https://www.aans.org/en/Patients/Neurosurgical-Conditions-and-Treatments/Spinal-Infections
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  • Sobottke, Rolf; Seifert, Harald; Fätkenheuer, Gerd; Schmidt, Matthias; Gossmann, Axel; Eysel, Peer (2008): Current diagnosis and treatment of spondylodiscitis. In: Deutsches Arzteblatt international 105 (10), S. 181–187. DOI: 10.3238/arztebl.2008.0181.

*= Affiliate-Link / Bilder: pixabay.com

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